Bergkarabach Armenien und Aserbaidschan beschließen neue Waffenruhe

Zum ersten Mal seit den neuen Kämpfen in der Kaukasusregion Berg-Karabach haben sich die Präsidenten Armeniens und Aserbaidschans getroffen. Sie vereinbarten eine neue Feuerpause und neue Verhandlungen.

Soldaten in Berg-Karabach
REUTERS

Soldaten in Berg-Karabach


Im Konflikt um Berg-Karabach haben sich die Präsidenten von Armenien und Aserbaidschan auf die Einhaltung einer neuen Waffenruhe geeinigt. Sersch Sarkissjan und Ilcham Alijew vereinbarten dies am Montag bei einem Treffen in Wien, vermittelt wurde von Vertretern aus den USA, Russland und Frankreich. Einer gemeinsamen Erklärung zufolge wollen sich die Präsidenten im Juni zu weiteren Gesprächen treffen.

Es war das erste Treffen der beiden Politiker, seit der Konflikt um die Kaukasusregion Anfang April erneut eskaliert war: Bei mehrtägigen Kämpfen wurden Dutzende Menschen getötet. Es waren die schlimmsten Auseinandersetzungen in Berg-Karabach seit mehr als 20 Jahren. Am 5. April wurde schließlich unter russischer Vermittlung ein Waffenstillstand vereinbart.

Die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan streiten seit knapp 30 Jahren um Berg-Karabach. Das 4400 Quadratkilometer große Bergland im Südosten des Kaukasus wird mehrheitlich von christlichen Armeniern bewohnt. 1994 hatte ein Waffenstillstandsabkommen einen Krieg um Berg-Karabach beendet. Hier lesen Sie mehr Hintergründe zu dem Konflikt.

aar/AFP/Reuters



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