Berlusconi auf Bushs Ranch Händeschütteln und Schulterklopfen

Der US-Präsident verteilt seine Gunst sehr gezielt: Beim Besuch des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auf der Privatranch von George W. Bush demonstrierten die beiden herzliche Einigkeit.


Demonstrative Einigkeit: Bush und Berlusconi
REUTERS

Demonstrative Einigkeit: Bush und Berlusconi

Crawford - Es ist Berlusconis erster Staatsbesuch in den USA seit Ende des Irak-Kriegs, den der italienische Ministerpräsident trotz heftiger öffentlicher Proteste unterstützt hatte. Der Empfang auf der Privatranch, die bisher nur wenige ausländische Politiker besuchen durften, gilt als Belohnung für diese Unterstützung.

Beobachter meinen, der italienische Ministerpräsident könne damit zeigen, dass Großbritannien, Deutschland und Frankreich nicht die einzigen ernstzunehmenden Mächte in Europa seien. "Die ganze Welt soll sehen, dass dies die Belohnung ist - dass Berlusconi bei der einzigen verbleibenden Supermacht über Einfluss verfügt", sagte John Hulsmann, Experte für amerikanisch-europäische Beziehungen bei der Heritage Foundation, einem konservativen Forschungsinstitut in Washington.

Die Gesprächsthemen des Treffens sollten nach Angaben des Weißen Hauses die Weiterverbreitung von Atomwaffen, der Friedensprozess in Nahost, der Kampf gegen den Terror und die Beendigung der Spannungen in den europäisch-amerikanischen Beziehungen sein. Berlusconi wollte bis Montagabend in Crawford bleiben.



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