Liberias Ex-Diktator Richter bestätigen 50 Jahre Haft für Charles Taylor

Liberias früherer Präsident Charles Taylor ist endgültig zu 50 Jahren Haft verurteilt worden. Eine Berufungskammer hat diese Entscheidung bestätigt. Taylor ist nach dem Spruch der Richter mitverantwortlich für tausendfachen Mord, Folterungen und Vergewaltigungen.

Charles Taylor im Gerichtssaal: Mord, Folterungen und Vergewaltigungen
AFP

Charles Taylor im Gerichtssaal: Mord, Folterungen und Vergewaltigungen


Leidschendam - Das Sondertribunal für Sierra Leone hat die 50-jährige Haftstrafe für den früheren liberianischen Staatschef Charles Taylor wegen Anstiftung und Beihilfe zu Kriegsverbrechen bestätigt.

Dieses Urteil verkündete am Donnerstag die Berufungskammer des im niederländischen Leidschendam bei Den Haag ansässigen Sondertribunals. Der 65-Jährige wurde als erstes ehemaliges Staatsoberhaupt nach den Nürnberger Prozessen für Anstiftung und Beihilfe zu Kriegsverbrechen verurteilt.

Taylor ist nach dem Spruch der Richter mitverantwortlich für tausendfachen Mord, Folterungen und Vergewaltigungen. Der Ex-Präsident von Liberia hatte von 1998 bis 2001 Rebellen im Nachbarland Sierra Leone im Tausch für Diamanten mit Waffen beliefert.

Die Berufungsrichter wiesen alle Einwände der Verteidigung zurück. Auch die Anklage hatte Berufung eingelegt und 80 Jahre Haft gefordert. Das wurde ebenfalls zurückgewiesen. Der Ex-Diktator des westafrikanischen Landes muss seine Strafe voraussichtlich in einem britischen Gefängnis verbüßen.

kgp/dpa/AFP

insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
kabian 26.09.2013
1. Vielleicht gut
Sollte er tatsächlich zweidrittel der Strafe absitzen wäre das Bemekenswert. Ansonsten: Wie gehabt.
felisconcolor 26.09.2013
2. wenn man dieses Urteil
mal weiter spinnt, ist es also strafbar wenn ein Politiker oder eine Regierung Waffen liefert oder Waffenlieferungen billigt. Dann wird Den Haag wohl bald vor Arbeit umkommen. Keine Regierung wird so etwas dann noch billigen können. Und Waffenfabriken können zumachen oder anstatt Panzer Trecker bauen. Trecker werden spott billig. Entweder gehen dann Treckerfabrikanten pleite oder jeder in Afrika kann sich dann einen Trecker leisten. Folge genügend Nahrung für alle und Produktionsüberschüsse. Wir liefern in Zukunft nur noch Trecker und werden von Afrika ernährt. Welch goldene Zukunft.
karlheinz.eppinger 26.09.2013
3. Doppelmoral
Wer liefert G3, Panzer, Rohstoffe für Sarin etc. in Krisengebiete? Unserer Bundesregierung? 50 Jahre für Frau Merkel wären dann gerecht.
physikus_alt 26.09.2013
4. Auch die Schweiz liefert
Zitat von karlheinz.eppingerWer liefert G3, Panzer, Rohstoffe für Sarin etc. in Krisengebiete? Unserer Bundesregierung? 50 Jahre für Frau Merkel wären dann gerecht.
Auch die Schweiz liefert. Gerade heute wurde im Ständerat (2. Kammer) beschlossen, die Lieferbeschränkungen für Staaten, welche die Menschenrechte missachten, aufzuheben! Man stelle sich mal vor. Dazu die beschämende Begründung eines CVP (CHRISTLICH Soziale Volkspartei (sic!) Mitgliedes : "Wir verlieren Arbeitsplätze, wenn wir dies nicht tun". Als ob dies ein Argument wäre. Anita Fetz, SP : Arbeitsplätze in der Schweiz gegen gegen Tote im Ausland sei eine Schande.
physikus_alt 26.09.2013
5. Hat gemordet
Zitat von felisconcolormal weiter spinnt, ist es also strafbar wenn ein Politiker oder eine Regierung Waffen liefert oder Waffenlieferungen billigt. Dann wird Den Haag wohl bald vor Arbeit umkommen. Keine Regierung wird so etwas dann noch billigen können. Und Waffenfabriken können zumachen oder anstatt Panzer Trecker bauen. Trecker werden spott billig. Entweder gehen dann Treckerfabrikanten pleite oder jeder in Afrika kann sich dann einen Trecker leisten. Folge genügend Nahrung für alle und Produktionsüberschüsse. Wir liefern in Zukunft nur noch Trecker und werden von Afrika ernährt. Welch goldene Zukunft.
Taylor in seiner eigenen Nation hat gemordet, 50 Jahre reicht, wenn er davon 30 Jahre absitzt, dann ist er 80. Da kann er nicht mehr viel anstellen Natürlich, die Waffen musste er kaufen, dafür hatte er genug Gold in Diamanten aus Liberia und Sierra Leone.
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