Besuch in Ghana Obama würdigt Bedeutung Afrikas

Symbolträchtiger Kurzbesuch: US-Präsident Obama hält eine Rede vor dem Parlament in Accra und besichtigt ein Fort, von dem aus Sklaven nach Amerika verschifft wurde. Zu Beginn seines eintägigen Staatsbesuchs in Ghana betonte der US-Präsident die Bedeutung Afrikas für die Weltpolitik.


Accra - "Afrika ist nicht getrennt vom Weltgeschehen", sagte US-Präsident Barack Obama am Samstag bei seinem Besuch in Ghana. Was in Afrika geschehe, habe Auswirkungen über die Grenzen des Kontinents hinaus, und die dortigen Länder seien in die Weltwirtschaft integriert, erklärte er: "Was hier geschieht, hat überall Auswirkungen."

US-Präsident Obama mit seinem ghanaischen Kollegen John Atta Mills: "Was hier geschieht, hat überall Auswirkungen."
AFP

US-Präsident Obama mit seinem ghanaischen Kollegen John Atta Mills: "Was hier geschieht, hat überall Auswirkungen."

Zu Beginn der Visite traf Obama mit seinem Amtskollegen John Atta Mills zu einem Arbeitsfrühstück zusammen. Ein Sprecher von Mills sagte vor dem Zusammentreffen, der Ende Dezember gewählte ghanaische Präsident wolle vor allem seine Bemühungen um weitere demokratische Reformen und "Gute Regierungsführung" erörtern.

Ghana sieht im ersten Besuch Obamas in Schwarzafrika seit seinem Amtsantritt eine Auszeichnung für den Reformkurs des Landes, in dem es seit der Unabhängigkeit 1957 zu mehreren friedlichen Machtwechseln kam. In einer Erklärung des Weißen Hauses vor der Reise war Ghana als "einer der vertrauenswürdigsten Partner" der USA in Afrika südlich der Sahara gelobt worden.

DER SPIEGEL
Obama war zu seinem eintägigen Besuch in Ghana am Freitagabend nach dem Abschluss des G-8-Gipfels in Italien eingetroffen. Am Samstag stand eine Rede vor dem Parlament des westafrikanischen Staates auf dem Programm. Zusammen mit seiner Frau Michelle will Obama das Fort Cape Coast Castle besuchen, in dem Tausende Afrikaner ihre letzten Momente auf heimatlichen Boden erlebten, ehe sie von den Sklavenhändlern nach Amerika verschifft wurden.

In Accra herrscht seit Wochen Obama-Fieber. Viele Händler bieten T-Shirts mit dem Bild des ersten schwarzen US-Präsidenten an. Über den Straßen hängen Willkommensbanner. Die Polizei hatte sich mit einem Großaufgebot für den Besuch des Präsidenten gerüstet. In Accra sowie in der weiter westlich gelegenen Stadt Cape Coast wurden insgesamt etwa 10.000 Polizisten stationiert. Am Samstagabend fliegt Obama zurück in die USA.

sac/dpa/AP



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