Angst vor weiteren Terroranschlägen Bewaffneter Franzose in britischem Flughafen festgenommen

Nach den Anschlägen in Frankreich herrscht auch auf Flughäfen in Nachbarländern erhöhte Aufmerksamkeit. An einem Terminal in Gatwick wurde ein Mann festgenommen, der eine Schusswaffe bei sich trug. In Amsterdam wurde ein Flugzeug durchsucht.


Aus Angst vor weiteren Anschlägen in Europa sind Flüge in Großbritannien und den Niederlanden gestoppt und umgeleitet worden. Am Flughafen von Gatwick wurde ein Terminal wegen des "verdächtigen Verhaltens" eines Mannes geräumt. Er hatte offenbar einen Gegenstand am Flughafen zurückgelassen. Laut der Nachrichtenagentur AFP handelt es sich bei dem Mann um einen Franzosen, der eine Schusswaffe bei sich trug.

Zuvor hatte die Polizei einen Terminal des Flughafens nach dem Fund eines verdächtigen Gepäckstücks geräumt. Passagiere saßen stundenlang fest. Britischen Medienberichten zufolge waren Sprengstoffspezialisten vor Ort. Wann der Flughafen wieder seinen regulären Betrieb aufnehmen wird, war nicht bekannt.

Ob es einen Zusammenhang zu den Anschlägen von Paris gibt, bei denen am Freitagabend mindestens 128 Menschen getötet wurden, ist ebenso unklar. Die britischen Sicherheitskräfte sind nach den Anschlägen von Paris in erhöhter Alarmbereitschaft. Ankommende Flüge wurden zum Südterminal umgeleitet.

Auch am Flughafen von Amsterdam kam es am Samstag zu einem Zwischenfall. Dort wurde eine Maschine der französisch-niederländischen Fluggesellschaft Air France-KLM durchsucht. Dabei sei jedoch nichts Gefährliches entdeckt worden, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Der Flieger sollte am frühen Nachmittag nach Frankreich starten.

Grund für die Sicherheitsmaßnahmen war ein verdächtiger Tweet, sagte ein niederländischer Polizist der Nachrichtenagentur Reuters. Den genauen Inhalt der Kurznachricht gab er nicht bekannt. Wenige Stunden zuvor hatte der niederländische Premierminister Mark Rutte erhöhte Sicherheitsmaßnahmen für alle Flüge nach oder von Frankreich ausgerufen.

vks/Reuters/AFP

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