Bild des Tages Ei, Ei, Ei, Donald...


AP


Nicht allzu herzlich hießen Demonstranten den amerikanischen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld in Seoul willkommen. Anlässlich des Besuchs des Pentagon-Chefs in Südkorea bewarfen sie ein Plakat mit seinem Konterfei mit Eiern. Thema des Besuches war in erster Linie der Atomstreit mit Nordkorea. Die USA und Südkorea bekräftigten ihre Sicherheitsallianz gegen Bedrohungen durch das kommunistische Land.

In einer gemeinsamen Erklärung warnten Rumsfeld und sein südkoreanischer Amtskollege Cho Young Kil in Seoul Nordkorea im Falle des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen vor "schwersten Konsequenzen". Zugleich riefen sie Pjöngjang auf, sein "Atomwaffenprogramm vollständig, überprüfbar und unwiderruflich abzubauen und das Testen, die Entwicklung, Aufstellung und den Export von Massenvernichtungswaffen, Raketen und entsprechender Technologien zu stoppen."

Rumsfeld, der gestern aus Japan kommend zu einem dreitägigen Besuch in Seoul eingetroffen war, versicherte Südkorea, dass die geplante Verlegung Tausender von US-Soldaten von der Grenze zu Nordkorea ins Landesinnere Südkoreas die Abschreckungsfähigkeiten stärken werde. "Jede Anpassung (der US-Streitkräfte) wird die neuen Technologien reflektieren und unsere Kapazitäten abzuschrecken - und, wenn notwendig - jede Aggression gegen unsere Alliierten wie beispielsweise Südkorea zurückzuschlagen, nicht schwächen." In Südkorea sind derzeit 37.000 US-Soldaten als Abschreckung gegen Nordkorea stationiert.

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