Bild des Tages Kampf gegen das Establishment


AP

Demonstranten in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen halten Schilder in die Höhe, die in Anspielung auf die Fahndungskarten der US-Armee im Irak international prominente Stars und Politiker zeigen. Über 5000 Dänen zogen am Samstag vor ihr Parlament, weil sie sich gegen Pläne der dänischen Regierung wehren wollen, die die rechtsfreie Zone "Christiana" inmitten der Stadt in Zukunft härter angehen will. Das weltberühmte "Christiana"-Viertel wurde in den siebziger Jahren besetzt und gilt bis heute als autonomer Raum, zu dem die Polizei so gut wie keinen Zutritt hat. Der Staat im Staate war dem dänischen Bürgertum schon seit jeher ein Dorn im Auge, weil dort unter anderem offen mit Drogen gehandelt wird. Die meisten Bewohner des Viertels lehnen den Drogenhandel jedoch ab und leben seit Jahren friedlich nebeneinander. Sie befürchten nun, durch umfassende Sanierungspläne der rechtsgerichteten Regierung von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen ihre Wohnungen zu verlieren.

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