Bill Clinton Goodbye, America!

Golfkrise, Lewinsky-Affäre, Internetboom: Eine Ära geht zu Ende. Mit einer Fernsehansprache will sich Bill Clinton in der Nacht als 42. Präsident der USA von seinen Landsleuten verabschieden.


Abschied: Bill Clinton
AFP

Abschied: Bill Clinton

Washington - Clinton verlässt sein Amt laut einer Umfrage des Fernsehsenders ABC und der "Washington Post" mit einer der höchsten Zustimmungsraten aller US-Regierungschefs. Ähnlich gute Werte hatte nur Ronald Reagan erreicht, als er 1989 aus dem Amt schied. In beiden Fällen hatten etwa 65 Prozent der Befragen erklärt, sie seien mit der Arbeit des Präsidenten zufrieden.


Bill Clintons Amtszeit in Bildern: Bye, bye Bill

Die Zufriedenheit mit Clintons Amtsführung hing in den vergangenen Jahren eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung zusammen. Als sich die Wirtschaft im Sommer 1996 langsam erholte, zeigten sich 60 Prozent der Befragten mit Clintons Arbeit zufrieden. Die Zustimmung verlief auch in der aktuellen Umfrage entlang parteipolitischer Linien. So lobten 93 Prozent der Demokraten Clinton, aber nur 32 Prozent der Republikaner.

Fünf- bis achtminütige Abschiedsrede

In seiner Abschiedsrede an das amerikanische Volk will Clinton den US-Bürgern für ihr Vertrauen danken und sie bitten, die amerikanischen Verpflichtungen in der Welt nicht zu vergessen. Damit bezieht er sich auf die Pläne seines Nachfolgers, amerikanische Streitkräfte aus Europa abzuziehen. Das Weiße Haus hatte die großen Fernsehsender der USA gebeten, fünf bis acht Minuten für die Ansprache einzukalkulieren.

Die Feiern beginnen

Am Samstag übergibt Clinton das Präsidentenamt nach acht Jahren an seinen Nachfolger George W. Bush. Den Auftakt der dreitägigen Feiern bildet eine Riesenparty mit 75.000 Besuchern. Unter anderem Latino-Star Ricky Martin, Folk-Rock-Legende Van Morrison und Grammy-Gewinner Jon Secada sollen dabei auftreten und Clinton ein Abschiedsständchen singen.

Für den neuen Präsidenten Bush waren am Abend drei exklusive Dinners geplant, unter anderen mit Entertainer Wayne Newton und Bo Derek als Gastgeber. Die Eintrittspreise lagen bei 2500 Dollar und sollen helfen, die Rechnungen für die Vereidigungsfeiern zu bezahlen. Große Unternehmen haben nach Informationen der "New York Times" 35 Millionen Dollar für die Veranstaltungen gespendet.



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