Sicherheit BKA hält Drohnenangriffe auf Fußballstadien für möglich

Stören, Ausspähen - und im schlimmsten Fall terroristische Anschläge: Das sind laut BKA denkbare Szenarien für Drohnenangriffe auf Fußballstadien. Der FC Bayern sorgt laut einem Medienbericht bereits vor.
Allianz-Arena in München

Allianz-Arena in München

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Deutsche Sicherheitsbehörden halten Drohnenangriffe auf Fußballstadien und andere Massenveranstaltungen für möglich: "Denkbare Szenarien, die mittels Drohnen ausgeführt werden können, reichen von Störungen von Veranstaltungen und allgemeinkriminellen Anwendungen über Ausspähungen bis hin zu möglichen terroristischen Anschlägen", sagte ein Sprecher des Bundeskriminalamts (BKA) den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Das BKA habe eine Stelle eingerichtet, um den Markt für Drohnenabwehrsysteme zu beobachten und "Erkenntnisse der Länder und des Bundes zur Detektion und Abwehr von Drohnen zu bündeln", hieß es vom BKA.

Auch deutsche Stadionbetreiber fürchten dem Redaktionsnetzwerk zufolge die Gefahr von Drohnenangriffen. So führe der FC Bayern München schon Gespräche mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall über den Kauf von elektromagnetischen Abwehrgeräten zum Schutz der Arena. Die Öffentlichkeit könne "sicher sein, dass wir unseren Pflichten bei Großveranstaltungen sehr sorgfältig nachgehen", zitierte das Redaktionsnetzwerk einen FCB-Sprecher.

Pariser Innenminister: EM-Fanmeilen werden streng kontrolliert

In Frankreich beginnt am Wochenende die Fußballeuropameisterschaft. "Es gibt eine generelle Bedrohung, die auf Europa lastet, die auf Frankreich lastet", sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwochabend in einer Anhörung im Rechtsausschuss der französischen Nationalversammlung.

Er versicherte erneut, die Fanmeilen würden "perfekt abgeriegelt" sein, die Zugänge sollten "streng kontrolliert" werden. Rund 80.000 Menschen sind laut Cazeneuve von den Sicherheitsbehörden überprüft worden, weil sie in den Stadien und Fan-Zonen arbeiten sollen. 300 Personen seien dabei von der Akkreditierung ausgeschlossen worden.

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aar/AFP/dpa
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