Böses Foul beim Fußball Boliviens Präsident Morales tritt zu

Der bolivianische Präsident Evo Morales liebt Fußball - von Fairplay versteht er aber offenbar nicht viel. Bei einem Freundschaftsspiel trat er einem Gegner mit voller Wucht in den Unterleib. Die Folgen: Morales durfte weiterspielen, sein Opfer wurde später fast festgenommen.


La Paz - Einfach nur "Evo" stand auf dem grünen Trikot des bolivianischen Präsidenten Evo Morales. Doch der Staatschef war bei dem Fußballspiel in der bolivianischen Stadt La Paz alles andere als harmlos. Er trat einem Gegner mit voller Wucht zwischen die Beine. Der Mann kippte nach hinten. Das zeigt ein Video, das jüngst im Internet verbreitet wurde.

Der Präsident ist auf den Fernsehbildern zunächst dabei zu sehen, wie er lächelnd den Rasen betritt und sich mit seinen Mitspielern zum Teamfoto aufstellt. Die Mannschaft der Regierung hat sich zum Freundschaftsspiel gegen die Mannschaft des Bürgermeisteramtes von La Paz versammelt. Der Bürgermeister war einst Weggefährte von Morales, mittlerweile hat er sich aber zum politischen Gegner gewandelt.

Das Spiel beginnt, doch nach fünf Minuten unterbricht der Schiedsrichter wegen eines Fouls. Morales eilt auf einen Gegenspieler, den Lokalpolitiker Daniel Cartagena, zu. Cartagena habe ihn gefoult, er habe eine Schürfwunde am rechten Bein, wirft Morales ihm vor.

Dann tritt der Präsident zu. Cartagena fällt, hält sich den Unterleib. Die Zuschauer pfeifen. "Ich habe einen Pass gespielt und bekam plötzlich einen Schlag ab. Das ist nicht zum ersten Mal passiert", begründete Morales sein Revanchefoul.

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Boliviens Präsident Morales: Fieses Foul beim Fußball
Bei einem normalen Fußballspiel hätte das Foul von Morales die rote Karte und eine Sperre für die nächsten Spiele bedeutet. Doch wer stellt schon seinen Staatschef vom Platz? Morales durfte weiterspielen.

Cartagena hingegen wird dieses Spiel wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Er wurde später wegen eines anderen Vergehens des Feldes verwiesen - wie übrigens drei weitere Spieler bei diesem Freundschaftsspiel, das 4:4 endete. Die Rache des Präsidenten sollte er auch nach dem Spiel noch einmal zu spüren bekommen. Der Versuch der Polizei, Cartagena festzunehmen, scheiterte einem Bericht der Zeitung "La Razón" zufolge nur, weil der Bürgermeister das noch rechtzeitig verhinderte.

Vize-Sportminister Miguel Angel Rimba tadelte sogar später das Opfer: "Es gibt Leute, die einfach nicht verstehen, dass der Präsident beim Spielen Vorfahrt hat."

kgp/dpa/sid



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Seite 1
therude 06.10.2010
1. Eine Geschichte...
und ihr Hintergrund: Cartagena hat den Materazzi gemacht und dem Morales gefüstert, mit wem aus dessen Familie er alles schon SEX hatte. Was blieb dem Evo -Zidane- Morales anders übrig, als die Familienehre mit einem saftigen tritt in die Kronjuwelen Cartagenas wieder herzustellen. Wie ist denn das Spiel ausgegangen? 5:3 Hinrichtungen für Morales.
frubi 06.10.2010
2. .
Zitat von sysopDer bolivianische Präsident Evo Morales liebt Fußball - von Fairplay versteht er aber offenbar nicht viel. Bei einem Freundschaftsspiel trat er einem Gegner mit voller Wucht in den Unterleib. Die Folgen: Morales durfte weiterspielen, sein Opfer wurde später fast festgenommen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,721546,00.html
Was will uns SPON damit sagen? Evo Morales = unfairer Sportsmann = schlechter Charackter = schlechter Politiker = schlecht für sein Volk? Es ist doch ein gutes Zeichen, dass solch eine Entgleisung überhaupt öffentlich wird. So wie Chavez und Morales manchmal dargestellt werden, müsste man sich als medientreuer Leser doch wundern, dass solch ein Foto und solche eine Berichterstattung nicht unterdrückt werden.
der_doktor 06.10.2010
3. Ja nee, is klar...
Zitat von frubiWas will uns SPON damit sagen? Evo Morales = unfairer Sportsmann = schlechter Charackter = schlechter Politiker = schlecht für sein Volk? Es ist doch ein gutes Zeichen, dass solch eine Entgleisung überhaupt öffentlich wird. So wie Chavez und Morales manchmal dargestellt werden, müsste man sich als medientreuer Leser doch wundern, dass solch ein Foto und solche eine Berichterstattung nicht unterdrückt werden.
Soso, als nächstes wollen Sie uns noch glauben machen, dass Morales persönlich das Video online gestellt hat. Man beachte außerdem, dass es keine Entgleisung oder eine Kurzschlussreaktion war. Es war mehr nach dem Motto: Ich bin Präsident und jeder der mir in die Quere kommt kriegt was auf die Eier! Jaja, sehr demokratisch und ein leuchtendes Vorbild für unsere Kleinen. ....
angst+money 06.10.2010
4. wow
Zitat von frubiWas will uns SPON damit sagen? Evo Morales = unfairer Sportsmann = schlechter Charackter = schlechter Politiker = schlecht für sein Volk? Es ist doch ein gutes Zeichen, dass solch eine Entgleisung überhaupt öffentlich wird. So wie Chavez und Morales manchmal dargestellt werden, müsste man sich als medientreuer Leser doch wundern, dass solch ein Foto und solche eine Berichterstattung nicht unterdrückt werden.
Das sind noch wahre Fans - alles ein Beweis für das gute. Und dann trauen Sie sich auch noch, das in einem Mainstream-Medium in der Dikatatur BRD zu schreiben. Dafür gebührt Ihnen der Gran Cojones Orden. Hoffen Sie nur, dass der Präsident ihne nicht persönlich verleiht.
sunrise560 06.10.2010
5. ist schon klar...
Zitat von frubiWas will uns SPON damit sagen? Evo Morales = unfairer Sportsmann = schlechter Charackter = schlechter Politiker = schlecht für sein Volk? Es ist doch ein gutes Zeichen, dass solch eine Entgleisung überhaupt öffentlich wird. So wie Chavez und Morales manchmal dargestellt werden, müsste man sich als medientreuer Leser doch wundern, dass solch ein Foto und solche eine Berichterstattung nicht unterdrückt werden.
ach ja, da sind sie wieder, die linken Gutmenschen. Da kann ein offensichtlich foulspielender linker Präsident ruhig mal seinen Gegner zusamentreten, na, das ist dann nicht so schlimm. Seltsame Ansichten haben Sie.Dieser Mann verhält sich im Sport genau so wie in der Politik.
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