Kampf um Baga in Nigeria Armee meldet Erfolg gegen Boko Haram

Die nigerianische Armee spricht von schweren Verlusten - will aber Boko Haram zurückgedrängt haben. Laut Militär ist die Stadt Baga von der Terrorgruppe befreit.


Baga - Die nigerianische Armee meldet, sie habe die Grenzstadt Baga von der Terrorgruppe Boko Haram zurückerobert. Das hat das Militär über Twitter verkündet. Eine unabhängige Bestätigung gibt es bisher nicht.

"Truppen haben heute Nachmittag nach heftigen Gefechten mit Terroristen Baga eingenommen. Schwere Verluste", heißt es auf Twitter. Anfang Januar hatte Boko Haram die Stadt eingenommen und dabei vermutlich mehrere hundert Menschen ermordet. Seitdem hatte die Terrorgruppe die Stadt an der Grenze zum Tschad kontrolliert.

Unterdessen hat die radikalislamistische Rebellengruppe bei einem Angriff auf ein Dorf in Niger offenbar sieben Soldaten getötet. Boko Haram selbst habe 14 Kämpfer verloren, erklärte die Armee.

In den vergangenen Monaten hatten die Rebellen ihre Angriffe vom Nordosten Nigerias auf die Nachbarländer Kamerun, Tschad und Niger ausgeweitet. Die Armeen der Länder entsandten daraufhin Truppen in die betroffenen Grenzgebiete. Anfang Februar mobilisierten sie außerdem eine Eingreiftruppe von 8700 Soldaten, die der Terrorgruppe entgegentreten sollen. Seitdem vermelden die Länder immer wieder Erfolge im Kampf gegen Boko Haram.

kry/AFP/Reuters

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hevopi 22.02.2015
1. Leider ist Nigeria
ein Land der Korruption und politischen Verachtung für normale Menschen. Zuerst wurde Boko Haram "gefördert" und diente als Einnahmequelle so naiver Länder wie Deutschland, die ja den Bürgern helfen wollte. Jetzt ist diese Mörderbande etwas zu mächtig geworden und man versucht "etwas" gegenzusteuern, Grund: Helft uns, nach Möglichkeit mit Kohle, da Lebensmittel und Arzneimittel ja schwer umzuwandeln sind. Das Geld landet dann in so kriminellen Banken wie HSBC. Die Nigerianische Armee ist ebenfalls ein korrupter Sauhaufen, leider können wir den Menschen nur helfen, wenn vor Ort z.B. "Ärzte ohne Grenzen" oder ehrliche Entwicklungshelfer aktiv sind, Gelder an die Regierung verschwinden so schnell, da hat kein Bürger etwas davon.
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