Terror in Afrika
Kamerun, Nigeria und Niger melden Erfolge im Kampf gegen Boko Haram
Mehr als tausend Dschihadisten sollen inhaftiert worden sein: Kamerun, Nigeria und Niger melden Fortschritte im Kampf gegen Boko Haram. Die Terrormiliz droht mit Krieg.
Militärparade im Tschad: Streitkräfte rüsten sich für Kampf gegen Boko Haram
Foto: STRINGER/ REUTERS
Jaunde/Niamey - Die Terrorgruppe Bokon Haram verbreitet im Norden Nigerias und in den Nachbarländern Kamerun, Tschad und Niger Angst und Schrecken. Tausende Menschen sind vor den militanten Islamisten auf der Flucht. Nun melden die Streitkräfte erste Erfolge im Kampf gegen die Miliz.
Im Norden Kameruns seien bei Kämpfen zwischen der Armee und der Extremistengruppe 86 Rebellen und fünf Soldaten getötet worden, sagte ein Armeesprecher Kameruns. Dabei seien auch sieben Soldaten verletzt worden. Oberst Joseph Nouma, der Kommandeur des Einsatzes, sagte, im Gefängnis in Maroua seien mehr als tausend mutmaßliche Rebellenkämpfer inhaftiert. Sie würden nun "der Justiz übergeben" werden.
Zuvor hatte Niger mitgeteilt, im Südosten des Landes mehr als 160 mutmaßliche Boko-Haram-Anhänger festgenommen zu haben, darunter einen berüchtigten Anführer der Islamisten, der die Angriffe auf die Stadt Diffa koordiniert haben soll.
In Kameruns Hauptstadt Jaunde beraten derweil die Präsidenten der Wirtschaftsgemeinschaft Zentralafrikanischer Staaten über Maßnahmen im Kampf gegen die Extremistengruppe. Diese verbreitete schon wieder neue Drohungen: Niger sei noch einfacher anzugreifen als Nigeria. "Wir werden den Krieg tief in eure Städte bringen", droht Boko Haram.
Die Dschihadisten kontrollieren weite Teile Nordnigerias. Dort wollen sie einen islamischen Staat errichten. Allein im vergangenen Jahr töteten Boko-Haram-Kämpfer nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen mindestens 10.000 Menschen. Hunderte Nigerianer wurden verschleppt.