Explosion in Athen Bombenanschlag auf griechische Gefängnisdirektorin

Die Bombe explodierte mitten in der Nacht: Beim Anschlag auf den Wagen einer Gefängnisdirektorin ist in Athen eine Frau verletzt worden. Bislang hat sich niemand zu dem Angriff bekannt. Die Polizei geht von einer Terrortat aus.
Tatort in Athen: Telefonische Vorwarnung

Tatort in Athen: Telefonische Vorwarnung

Foto: YORGOS KARAHALIS/ REUTERS

Athen - Die Direktorin eines griechischen Hochsicherheitsgefängnisses hat einen Bombenanschlag in der Nacht zum Freitag unverletzt überstanden. Eine Anwohnerin kam bei der Detonation im Athener Stadtteil Dafni mit leichten Blessuren davon.

Unbekannte hatten unter dem Auto von Maria Stefi, Chefin des Korydallos-Gefängnisses, etwa ein Kilogramm Dynamit abgelegt und zur Explosion gebracht. Bei dem Anschlag wurde das Auto der Justizbeamtin zerstört, weitere Wagen schwer beschädigt.

Kurz vor der Detonation hatte ein Unbekannter mit einem Anruf bei dem griechischen Onlinemagazin zougla.gr vor dem Bombenanschlag gewarnt. Bislang hat sich niemand zu dem Angriff bekannt. "Wir glauben, dass es sich um eine Tat einheimischer Terroristen handelt", sagte ein Polizeisprecher. Die Anti-Terror-Einheit der Sicherheitskräfte übernahm die Ermittlungen.

In den vergangenen Monaten haben Sprengstoffanschläge auf Polizei, Justiz und andere staatliche Einrichtungen in Griechenland zugenommen. Für einige von ihnen haben linke Anarchisten die Verantwortung übernommen, ihr Motiv ist Wut über die Sparpolitik der griechischen Regierung.

syd/Reuters/dpa
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