Bombenanschlag Lebenslang für Ibn-Ladin-Anhänger

Der Attentäter des Anschlags auf die US-Botschaft in Tansania ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Elf Menschen waren durch Sprengstoff ums Leben gekommen.


Ussama Ibn Ladin
DPA

Ussama Ibn Ladin

New York - Der 27-jährige Khalfan Khanis Mohamed wurde wegen der Uneinigkeit der Geschworenen nicht zum Tode verurteilt. Eine Begnadigung ist nicht möglich. Der aus Tansania stammende Mohamed soll den mit Sprengstoff beladenen Lastwagen zur US-Botschaft in Daressalam gefahren haben.

Mohamed war im Oktober 1999 in Kapstadt in Südafrika festgenommen worden. Bei seiner Festnahme durch die US-Bundespolizei FBI sagte er aus, nichts zu bedauern. Mit dem jetzt gefällten Urteil sind insgesamt vier Personen wegen der Anschläge auf die US-Botschaften in Tansania und Kenia verurteilt worden.

Dasselbe Gericht hatte im vergangenen Monat den 24-jährigen Saudiaraber Mohammed Raschid Daud el Owali wegen des Bombenanschlags auf die US-Botschaft in Nairobi auch zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch ihn rettete die Uneinigkeit der Geschworenen vor der Todesstrafe. Bei diesem Anschlag waren 213 Menschen getötet und rund 5000 verletzt worden.

Zwei weitere Angeklagte, der in Libanon geborene US-Bürger Wahid el-Hage und der Jordanier Mohammed Sadik Odeh, wurden der Verschwörung schuldig befunden, was für sie eine lebenslange Haft bedeutet.

Als Hintermann bei beiden Anschlägen in Afrika vermuten die US-Behörden den saudiarabischen Millionär und islamischen Fanatiker Ussama Ibn Ladin.



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