WM-Vorbereitungen Brasiliens Sportminister erklärt Rücktritt vom Rücktritt

Gerade hatte Aldo Rebelo seinen Rücktritt angekündigt, nun soll der brasilianische Sportminister doch im Amt bleiben. Offenbar wurde von höchster Stelle interveniert, berichtet die brasilianische Zeitung "Globo".

Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo: Bleibt nun doch im Amt
AP/dpa

Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo: Bleibt nun doch im Amt


Brasília - Es war ein Gespräch mit Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff, das Sportminister Aldo Rebelo zurückrudern ließ. Anschließend erklärte der 57-Jährige seinen Rücktritt vom Rücktritt, er bleibt also vorerst im Amt. Im Sommer 2014 wird in Brasilien die Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen, bis zum 31. Dezember muss das Land alle zwölf Stadien fertiggestellt haben.

Am Mittwoch hatte Rebelo verkündet, er wolle als Gouverneur von São Paulo kandidieren. Dafür hatte er sein Amt als Sportminister ablegen wollen. Die von Protesten überschatteten Vorbereitungen auf das Turnier sollten nicht der Grund für seine ursprüngliche Entscheidung gewesen sein.

Rebelo hatte zuletzt den Druck erhöht und in einer Rede vor dem Senat eindringlich dazu aufgefordert, das Tempo beim Bau der Stadien anzuziehen. Die Arenen in Manaus, Curitiba, Cuiabá, Porto Alegre und Natal würden ansonsten nicht bis zur geplanten Abnahme durch den Weltverband Fifa im Dezember fertig.

Damit die Preise für Verbraucher während der Weltmeisterschaft nicht in die Höhe schnellen, will Brasilien eine interministerielle Kommission einrichten. So sollen Preise und Qualität der angebotenen Leistungen während der WM beobachtet werden, um Missbrauch zu vermeiden, kündigte Kabinettschefin Gleisi Hoffmann an. "Wir werden alle dem Staat zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen, um die Rechte von brasilianischen und ausländischen Verbrauchern zu garantieren", sagte Hoffmann. Einige Hotels in Rio haben für die WM bereits jetzt ihre Tarife mehr als verdreifacht.

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vek/sid/dpa

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