Neuseeland Christchurch-Attentäter plädiert auf nicht schuldig

Er stürmte bewaffnet in zwei Moscheen in Christchurch, tötete 51 Menschen und übertrug die Tat live im Internet: Vor Gericht ließ der Angeklagte nun ausrichten, er weise alle Vorwürfe zurück.

Der Angeklagte im März vor Gericht: Der Prozess gegen ihn soll am 4. Mai 2020 beginnen
Mark Mitchell/REUTERS

Der Angeklagte im März vor Gericht: Der Prozess gegen ihn soll am 4. Mai 2020 beginnen


Mehr als drei Monate nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland mit insgesamt 51 Toten hat der Angeklagte vor Gericht in allen 92 Punkten der Anklage auf nicht schuldig plädiert. Er war per Videokonferenz in den Gerichtssaal in Christchurch zugeschaltet und ließ über seinen Anwalt sämtliche Vorwürfe zurückweisen.

Dem 28 Jahre alten Angeklagten droht lebenslange Haft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 51-fachen Mord, 40-fachen Mordversuch sowie Terrorismus vor.

Der Täter sitzt seit den Anschlägen in Neuseelands einzigem Hochsicherheitsgefängnis in Auckland etwa tausend Kilometer von Christchurch entfernt in Untersuchungshaft. Ein psychiatrisches Gutachten bescheinigte ihm nun Verhandlungsfähigkeit, wie am Freitag vor dem High Court in Christchurch vorgetragen wurde. Richter Cameron Mander setzte eine nächste Anhörung auf den 15. August und den eigentlichen Prozessbeginn auf den 4. Mai kommenden Jahres fest.

Am 15. März hatte der Täter zwei Moscheen in Christchurch gestürmt und das Feuer auf die Gläubigen eröffnet. Große Teile der Tat filmte er mit einer Helmkamera und übertrug die Aufnahmen live ins Internet. Zuvor hatte er ein Pamphlet mit rechtsradikalen und rassistischen Parolen ins Internet gestellt und auch per Mail verschickt.

Neuseeland hatte nach dem Anschlag rasch gehandelt und Sturmgewehre und halbautomatische Waffen verboten.

aar/dpa/AFP

insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
AdK 14.06.2019
1.
Es wäre jetzt natürlich interessant gewesen zu erfahren wieso er meint Unschuldig zu sein.
geotie1 14.06.2019
2.
Zitat von AdKEs wäre jetzt natürlich interessant gewesen zu erfahren wieso er meint Unschuldig zu sein.
Freiheitsberaubung, Hinderung an seine Arbeit, Polizeihärte etc.
Doc Mago 17.06.2019
3.
Was hat das mit Schuld und Unschuld zu tun? Unschuld würde bedeuten, er hat es nicht getan.
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