Belästigungsvorwurf gegen Kavanaugh Professorin Ford will am Donnerstag gegen Kavanaugh aussagen

Trumps Kandidat für den Obersten Gerichtshof ist mit Belästigungsvorwürfen konfrontiert. Das mutmaßliche Opfer hat jetzt bekannt gegeben, wann sie gegen Brett Kavanaugh aussagen will.

Brett Kavanaugh
AP

Brett Kavanaugh


Im Fall des mit Belästigungsvorwürfen konfrontierten Kandidaten für den Obersten Gerichtshof, Brett Kavanaugh, hat sich das mutmaßliche Opfer noch einmal zu Wort gemeldet: Sie werde am Donnerstag vor dem US-Senat aussagen, ließ sie über ein Statement ihrer Anwälte bekanntgeben. Der Senat hatte kurz danach bestätigt, dass es am Donnerstag eine öffentliche Anhörung wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung gegen Kavanaugh.

Bislang hatte die Professorin Christine Blasey Ford nur zugesagt, in den kommenden Tagen im US-Senat zu ihren Vorwürfen gegen den Richterkandidaten Auskunft zu geben, ohne jedoch ein konkretes Datum zu nennen. Ford habe akzeptiert, "kommende Woche über ihre direkten Erfahrungen mit unangemessenem sexuellen Verhalten von Brett Kavanaugh" zu berichten, hieß es laut US-Medienberichten in einer Mitteilung von Fords Anwälten an den Justizausschuss des US-Senats.

Die 51-jährige Ford beschuldigt Kavanaugh, in den Achtzigerjahren bei einer Schülerparty versucht zu haben, sie zu vergewaltigen. Kavanaugh weist die Anschuldigung zurück. US-Präsident Donald Trump, der Kavanaugh als Richter vorgeschlagen hat, stellte Fords Glaubwürdigkeit in Frage und löste eine Welle der Entrüstung aus.

Ford hatte sich bereits zuvor grundsätzlich zu einer Aussage im Senats-Justizausschuss bereit erklärt - ebenso wie Kavanaugh. Die Professorin lehnte aber den Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Chuck Grassley ab, bereits am Montag in einer öffentlichen Anhörung auszusagen. Später schlug Grassley den Mittwoch vor und setzte Ford eine Frist bis Freitagabend, um darüber zu entscheiden. Andernfalls werde der Ausschuss am Montag über Trumps Wunschkandidaten für den mächtigen Supreme Court abstimmen - ohne sie vorher anzuhören. Später verlängerte Grassley die Frist dann bis Samstag 20.30 Uhr MESZ.

mhe/REUTERS



© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.