Vorwurf der sexuellen Gewalt Kavanaugh weist Anschuldigungen wütend zurück

"Ich habe niemals jemanden sexuell angegriffen": Der Supreme-Court-Kandidat Brett Kavanaugh hat die Vorwürfe vor dem Justizausschuss des Senats erneut dementiert. Er sieht sich selbst als Opfer einer politischen Kampagne.
Brett Kavanaugh

Brett Kavanaugh

Foto: ANDREW HARNIK/ AFP

Donald Trumps Kandidat für das oberste US-Gericht, Brett Kavanaugh, hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der sexuellen Gewalt wütend zurückgewiesen. "Meine Familie und mein Name sind durch diese bösartigen und falschen Anschuldigungen zerstört worden", sagte Kavanaugh vor dem Justizausschuss des Senats.

"Ich habe niemals jemanden sexuell angegriffen", sagte Kavanaugh in der Anhörung in Washington. Er bezeichnete den Verlauf seines Nominierungsverfahrens als eine "nationale Schande" und sich selbst als Opfer einer "kalkulierten und orchestrierten" politischen Kampagne. An einigen Stellen seines Vortrags schluchzte der 53-Jährige und kämpfte mit den Tränen.

Die Psychologieprofessorin Christine Blasey Ford hatte zuvor dem Ausschuss im Detail geschildert, wie Kavanaugh sie vor 36 Jahren während einer Teenager-Party zu vergewaltigen versucht habe. Sie sagte, sie sei sich zu "100 Prozent" sicher, dass Kavanaugh der Angreifer gewesen sei.

In den vergangenen Tagen hatten noch zwei weitere Frauen den Richter sexueller Übergriffe beschuldigt.

Kavanaugh war im Juli von US-Präsident Donald Trump für das Oberste Gericht ernannt worden. Damit er den lebenslangen Posten antreten kann, muss der Senat zustimmen. Sein Nominierungsprozess verzögerte sich durch die Anschuldigungen.

Trotz der Missbrauchsvorwürfe hält Kavanaugh an seiner Bewerbung für das höchste US-Gericht fest. "Sie mögen mich in der Endabstimmung besiegen, aber sie werden mich nie dazu bringen, aufzugeben."

Im Video - Die Chronologie zur Kavanaugh-Affäre:

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