Referendum in Großbritannien Brexit-Befürworter holen auf

In Großbritannien zeichnet sich ein knapper Ausgang des Referendums über den Verbleib in der EU ab. Laut "Daily Telegraph" trennen Brexit-Befürworter und -Gegner nur noch wenige Prozentpunkte.

Brexit-Gegner in Großbritannien
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Brexit-Gegner in Großbritannien


Der Vorsprung der Brexit-Gegner ist deutlich geschrumpft. In einer neuen Umfrage sprechen sich laut "Daily Telegraph" 51 Prozent der Briten für den Verbleib des Landes in der Europäischen Union aus, 46 Prozent dagegen. Damit trennen die beiden Lager nur noch fünf Prozentpunkte - in der vergangenen Woche waren es demnach 13 Prozentpunkte gewesen.

Der einstige Wahlkampfmanager von Premierminister David Cameron, Lynton Crosby, erklärte die bröckelnde Zustimmung für das EU-Lager mit der anhaltenden Debatte über die mangelnde Kontrolle der Zuwanderung in die Europäische Union. In der Umfrage gaben laut "Daily Telegraph" 52 Prozent der Befragten an, dass sich ein EU-Austritt ihrer Meinung nach positiv auf Großbritanniens Einwanderungssystem auswirken würde.

Cameron war in den vergangenen Tagen aus den eigenen Reihen angegriffen worden. Ihm wurde vorgeworfen, sein Versprechen nicht zu halten, die Zuwanderung zu begrenzen.

Die Briten stimmen am 23. Juni darüber ab, ob Großbritannien Teil der Europäischen Union bleiben soll. Für die aktuelle Umfrage wurden laut "Daily Telegraph" insgesamt 800 Menschen befragt. In den meisten Umfragen hatte sich bisher ein sehr knapper Ausgang des Votums abgezeichnet.



insgesamt 87 Beiträge
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BSC 31.05.2016
1. Brexit
Endlich, die briten sind doch ohnehin der Störfaktor im europäischen Prozess, vom Rechtssystem her angefangen, bei dem Euro oder Schengen machen die nicht mit, sind also nie mit dem Herzen dabei. die Engländer werden durch den Brexit sehr viel verlieren, sie wissen es nur noch nicht. Ist aber gut so, so werden andere Nationen sehen, was es bedeutet, wenn man ausscheidet - am Ende wird des den europäischen Prozess voranbringen, weil man endlich mal ein Beispiel hat. schade für die Briten und welcome scotland!
paula_f 31.05.2016
2. die Zusammenhänge sind vielfätig
Beispielsweise befeuerte Frau Merkel den Brexit mit der völkerrechtlich verbindlichen Aussage TTIP noch 2016 abschließen zu wollen. Absichtlich oder nicht, auch in Großbritannien wie in Frankreich gibt es Mehrheiten gegen TTIP. Brexit löst dann zumindest für die Briten das Problem mit privater Justiz in allen wichtigen Lebensbereichen. Schon dieser unvermittelte Satz von Merkel könnte den Ausschlag gegeben haben, mal wieder.
fridericus1 31.05.2016
3. Das wird ausgehen ...
... wie das Schottland-Referendum: am Ende haben die Brexit-Befürworter Schiss und GB bleibt in der EU. Ob das eine gute Basis für eine gedeihliche innereuropäische Zusammenarbeit mit den nöligen Briten ist, sei mal dahingestellt. Übel ist nur, das dann solche Leute wie Herr Schulz, die sich aus den verdienten Hinterbänken der Politik bis ins Rampenlicht gesessen haben, triumphieren werden und dieses undemokratische Bürokratiemonster EU weiter wuchern wird.
mr.andersson 31.05.2016
4.
Solange sich niemand einschüchtern lässt und jetzt noch mehr Zugeständnisse an GB macht, sind mir die Umfragen wumpe. Ich glaube nicht dran, das GB aus der EU rausgeht. Aber ich würde es mir wünschen. Würde vieles vereinfachen für die EU. Ausserdem könnte man sich dann man im wahren leben die wirtschaftlichen Auswirkungen anschauen. Leider wird es wohl so kommen, dass sie knapp drinnebleiben, die Bevölkerung sich deswegen dort weiter permanent beschwert und GB weiter nach Sonderrechten fragt.
MarkusH. 31.05.2016
5. 800 Leute befragt?
wow das ist wirklich repräsentativ. da hätten dann 8 auch gereicht? ich wünsche mir, dass GB für den Brexit votet und sich die Politiker sich auch dran halten. dann geht es weiter und irgendwann heisst es: die EU war ein Staatenbund und zum Scheitern verurteilt
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