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09. Juni 2019, 01:09 Uhr

Brexit

Boris Johnson will Ausstiegszahlung an die EU zurückhalten

Großbritannien schuldet der EU rund 44 Milliarden Euro. Ex-Außenminister Boris Johnson plädiert dafür, das Geld vorerst nicht zu überweisen - um einen besseren Brexit-Vertrag auszuhandeln.

Er gilt als Favorit für die Nachfolge von Premierministerin Theresa May - und als Brexit-Hardliner: Boris Johnson, ehemaliger Außenminister Großbritanniens, hat für mehr Härte gegenüber der Europäischen Union plädiert. Er würde die vereinbarten Ausstiegszahlungen von 39 Milliarden Pfund, umgerechnet knapp 44 Milliarden Euro, zurückhalten, um bei der EU bessere Konditionen auszuhandeln, sagte Johnson der "Sunday Times."

"Um einen guten Vertrag zu bekommen, ist Geld ein großartiges Lösungs- und ein großartiges Schmiermittel", sagte er der Zeitung. Die 39 Milliarden Pfund entsprechen den Verbindlichkeiten, die Großbritannien noch gegenüber der EU hat. Dem von May ausgehandelten Brexit-Vertrag zufolge soll das Geld über mehrere Jahre an die EU fließen.

May war an diesem Freitag offiziell als Vorsitzende der Konservativen zurückgetreten, nachdem der innerparteiliche Widerstand gegen ihre Brexit-Politik zuletzt immer größer geworden war. Ihr Nachfolger in diesem Amt wird auch neuer Premierminister. Johnson, der für viele Briten das Gesicht der Kampagne ist, werden besonders gute Chancen zugerechnet.

kko/Reuters

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