Brexit Boris Johnson will Ausstiegszahlung an die EU zurückhalten

Großbritannien schuldet der EU rund 44 Milliarden Euro. Ex-Außenminister Boris Johnson plädiert dafür, das Geld vorerst nicht zu überweisen - um einen besseren Brexit-Vertrag auszuhandeln.

Boris Johnson (Archiv)
Henry Nicholls / REUTERS

Boris Johnson (Archiv)


Er gilt als Favorit für die Nachfolge von Premierministerin Theresa May - und als Brexit-Hardliner: Boris Johnson, ehemaliger Außenminister Großbritanniens, hat für mehr Härte gegenüber der Europäischen Union plädiert. Er würde die vereinbarten Ausstiegszahlungen von 39 Milliarden Pfund, umgerechnet knapp 44 Milliarden Euro, zurückhalten, um bei der EU bessere Konditionen auszuhandeln, sagte Johnson der "Sunday Times."

"Um einen guten Vertrag zu bekommen, ist Geld ein großartiges Lösungs- und ein großartiges Schmiermittel", sagte er der Zeitung. Die 39 Milliarden Pfund entsprechen den Verbindlichkeiten, die Großbritannien noch gegenüber der EU hat. Dem von May ausgehandelten Brexit-Vertrag zufolge soll das Geld über mehrere Jahre an die EU fließen.

May war an diesem Freitag offiziell als Vorsitzende der Konservativen zurückgetreten, nachdem der innerparteiliche Widerstand gegen ihre Brexit-Politik zuletzt immer größer geworden war. Ihr Nachfolger in diesem Amt wird auch neuer Premierminister. Johnson, der für viele Briten das Gesicht der Kampagne ist, werden besonders gute Chancen zugerechnet.

kko/Reuters



insgesamt 449 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Korken 09.06.2019
1. Viel Spaß, lol
War ja klar, dass GB schlussendlich wie üblich zur Erpressung übergehen würde. Dann werden eben die Zölle für GB Waren heraufgesetzt, bis die Schulden beglichen sind. An die, die glauben, die EU hätte sich das zurechtgelegt: Nein, es sind durch GB verursachte über die kommenden Jahre hinweg anfallende Kosten - nicht nur von Projekten sondern auch für die Alimentationen von (ehemaligen) GB Europaabgeordneten inkl. der Leute wie Farage.
tomduhli 09.06.2019
2. lächerlich
ok, 44 mrd wären für mich ne menge geld, aber für die eu ein wirksames druckmitttel? was für eine unglaubliche dumpfbacke dieser johnson - das vergreift höchstens bei einer bestimmten art wähler. mag sein, dass das für irgendwas ausreicht, aber nicht für eine vernünftige politik und somit wird der wahnsinn für england weitergehen - hoffentlich sagt die eu bald stop. und auch wenn ich es nicht wirklich gut finde: jedes land bekommt die regierung, die es verdient... ciao, inglese
hausfeen 09.06.2019
3. Ich hoffe, die Fristverlängerung wird jetzt ...
... auch offen bereut und die Lehren daraus gezogen.
HanzWachner 09.06.2019
4. Die böse Geisterstimme...
...von Donald Trump scheint schon Gehör zu finden beim Boris. Mal schauen, wie das Brexit-Theater weitergeht und die EU-Bürokraten reagieren werden.
Flauschie 09.06.2019
5. Er hat Recht - die EU sollte hohe Zölle erheben
solange die Zahlung nicht erfolgt ist. Wenn man erpresst wird, dann muss man halt reagieren.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.