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Aufmüpfige Konservative: Das sind die Tory-Rebellen

Aufmüpfige Konservative Die Tory-Rebellen

Etliche Tories haben Boris Johnson die Gefolgschaft verweigert - und so die Niederlage des britischen Premiers im Parlament ermöglicht. Wer sind die Abtrünnigen?

Als die historische Sitzung des Unterhauses am Dienstag begann, verfügte Johnsons Regierungskoalition noch über eine Stimme Mehrheit im Unterhaus. Am Ende der Notfalldebatte war seine Fraktion um 22 Mitglieder geschrumpft.

Schon im Vorfeld hatte der Premierminister gedroht, alle aus der Partei auszuschließen, die nicht mit ihm stimmen würden. Damit machte Johnson klar: Die Konservativen haben zu wollen, was er will - und das ist der Austritt aus der EU am 31. Oktober. Ob mit Abkommen oder ohne.

Leidenschaftliche Gegner eines No-Deal-Brexits konnte er jedoch nicht einschüchtern: Die Abgeordnete Antoinette Sandbach etwa hatte noch kurz vor dem Showdown angekündigt, für Maßnahmen stimmen zu wollen, die einen No-Deal-Brexit verhindern könnten.

Der Konservative Phillip Lee wechselte demonstrativauf die Bank der Liberaldemokraten. Es geschah in dem Moment, als Johnson gerade die Vorzüge engerer Handelsbeziehungen mit den USA lobte - seine Alternative zum Binnenmarkt mit der EU. Lee sagte anschließend: "Die Partei, in die ich 1992 eingetreten bin, ist nicht die Partei, die ich heute verlasse." Johnson treibe mit seiner Regierung "auf skrupellose Weise einen schädlichen Brexit" voran.

So setzte eine Mehrheit der Unterhausabgeordneten durch, am Mittwoch über ein Anti-No-Deal-Gesetz abstimmen zu können: Dieses würde Johnson zwingen, bei der EU um Aufschub für den Austritt zu bitten, sollte bis zum 31. Oktober kein Abkommen zwischen Brüssel und London zustande gekommen sein.

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