Reaktion auf Brexit Cameron soll nach Rücktrittsankündigung geweint haben

Eine Mehrheit der Briten entschied sich für den Brexit - der Anfang vom Ende für Premier Cameron. Nach der Ankündigung seines Rücktritts soll es in seinem Amtssitz mit Vertrauten angeblich zu emotionalen Szenen gekommen sein.
David Cameron

David Cameron

Foto: Ian Forsyth/ Getty Images

Eigentlich wollte er doch bloß ein paar innerparteiliche Nörgler ruhigstellen. Um die EU-Skeptiker bei den Tories zu befrieden, stimmte David Cameron einem Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der EU zu. Diese Entscheidung kostete ihn letztlich sein Amt als britischer Premierminister.

Als am Freitagmorgen klar war, dass sich eine Mehrheit der Briten für den Brexit ausgesprochen hatte, trat ein sichtlich geknickter Cameron vor seinem Amtssitz, Downing Street 10, vor die Presse - und kündigte seinen Rücktritt an. Schon bei diesem Auftritt machte der Politiker den Eindruck, als müsse er sich sehr zusammennehmen.

Die "Daily Mail"  berichtet nun, was sich zugetragen haben soll, als Cameron und seine Frau Samantha die Tür des Amtssitzes wieder hinter sich geschlossen hatten. Ian Birrell, ehemaliger Redenschreiber des Premiers, schreibt für das Blatt, Camerons Vertraute hätten nach der Rücktrittsankündigung geweint - genauso wie der Premier.

Birrell beruft sich auf einer Person, die bei der Situation anwesend gewesen sein soll. Eine weitere Quelle gibt es nicht. Die "Daily Mail" gehörte zu den entschiedensten Befürwortern eines Brexits. "Wenn Sie an Großbritannien glauben, stimmen Sie für 'Leave'", titelte das Blatt vor dem Referendum. Und danach: "Wir sind raus!"

Und Cameron? Zeigte sich am Samstag äußerlich ungerührt im Städtchen Cleethorpes bei einer Veranstaltung zum "Armed Forces Day", bei dem die Bevölkerung ihre Unterstützung für die Angehörigen der Streitkräfte zeigen soll.

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