Immobiliendeal Bruder von Ban Ki Moon soll Staatschef bestochen haben

Der jüngere Bruder von Ban Ki Moon wollte offenbar mit Schmiergeld den Verkauf eines Gebäudes einfädeln. Er selbst hätte dadurch Millionen verdient, heißt es. Nun muss er sich vor Gericht verantworten.

Der ehemalige Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon
AFP

Der ehemalige Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon


Zwei engen Verwandten des ehemaligen Uno-Generalsekretärs Ban Ki Moon wird einem Bericht zufolge Bestechung vorgeworfen. In einer 39-seitigen Anklageschrift eines Gerichts in Manhattan nimmt die Staatsanwaltschaft den jüngeren Bruder Bans und dessen Sohn ins Visier. Das berichtet der britische Sender BBC. Sie hätten einem Staatschef eines Landes aus dem Nahen Osten mehrere Millionen Dollar an Bestechungsgeld bezahlt. Details zu Land und dem Staatsoberhaupt sind bisher nicht öffentlich bekannt.

Mithilfe der Prominenz ihrer südkoreanischen Familie hätten sie versucht, das Staatsoberhaupt zu überreden, einen Kauf eines Komplexes durch den Staatsfonds seines Landes zu veranlassen, heißt es in der öffentlichen einsehbaren Anklageschrift.

Anfang 2013 habe demnach eine südkoreanische Baufirma, in der Bans Bruder eine Führungskraft gewesen sei, versucht, angesichts wachsender Schulden diesen Gebäudekomplex in Vietnam zu verkaufen. Die beiden Verdächtigen hätten durch die Organisation als Makler des Verkaufs Millionen Dollar erzielen können. Der Sohn von Ban Ki Moons Bruder soll in Manhattan als Immobilienhändler arbeiten. Den beiden werde nun Korruption, Geldwäsche und Verschwörung vorgeworfen.

Gegen Zahlung einer Kaution befindet sich der Bruder von Ban Ki Moon auf freiem Fuß. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters sagte ein Sprecher von Ban Ki Moon, dieser wisse nichts von den erhobenen Vorwürfen. Ban Ki Moon war von 2007 bis 2016 Generalsekretär. Sein Nachfolger ist seit dem 1. Januar der Portugiese António Guterres.

mho/dpa

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