Anschläge von Brüssel "Mann mit Hut" kann nach Frankreich abgeschoben werden

Der "Mann mit Hut" gilt als Bindeglied zwischen den Anschlägen von Paris und Brüssel. Jetzt hat ein Gericht entschieden, dass der Verdächtige an Frankreich ausgeliefert werden kann.

Überwachungsbild vom Brüsseler Flughafen
AP/ Belgian Federal Police

Überwachungsbild vom Brüsseler Flughafen


Nach seiner Verhaftung hatte Mohammed Abrini zugegeben, der "Mann mit Hut" zu sein, der auf einem Überwachungsbild vom Brüsseler Flughafen unmittelbar vor dem Anschlag am 22. März zu sehen war. Der 31-Jährige kann jetzt nach Frankreich ausgeliefert werden. Das entschied am Donnerstag ein Brüsseler Gericht.

Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht zu einem Auslieferungstermin. Abrini gilt als ein Bindeglied zwischen den Anschlägen von Brüssel und Paris. Laut einer früheren Mitteilung der Ermittler soll er vor den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 mit dem Terrorverdächtigen Salah Abdeslam unterwegs gewesen sein. Der Verdächtige Mohamed Bakkali, 29, kann ebenfalls ausgeliefert werden, entschied das Gericht.

Die Anschläge in Paris und Umgebung hatten 130 Menschen in den Tod gerissen. In Brüssel starben 32 Menschen auf dem Flughafen und in der U-Bahn. Auf dem Flughafen Zaventem hatten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, ein weiterer Sprengsatz detonierte nicht.

Abrini sei mit Ermittlungsergebnissen konfrontiert worden und habe gestanden, am Anschlagsort gewesen zu sein, berichteten Ermittler. Außerdem habe er angegeben, seine Jacke in einen Abfalleimer geworfen und den Hut danach verkauft zu haben.

als/dpa

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