Mutmaßlicher Attentäter von Brüssel Polizei veröffentlicht neue Aufnahmen des "Mannes mit Hut"

Der mysteriöse "Mann mit Hut", mutmaßlich der dritte Attentäter vom Flughafen, spazierte nach dem Anschlag offenbar zwei Stunden lang durch Brüssel. Das zeigen neue Bilder von Überwachungskameras.


Auch zwei Wochen nach den Terroranschlägen von Brüssel ist die Identität des mutmaßlichen dritten Attentäters vom Flughafen noch nicht geklärt. Nun haben die belgischen Ermittler neues Videomaterial veröffentlicht, dass den "Mann mit Hut" zeigen soll.

Darauf wird deutlich: Der Verdächtige war nach den Explosionen am Flughafen offenbar knapp zwei Stunden lang zu Fuß in Brüssel unterwegs - unter anderem in der Nähe des zweiten Anschlagsorts.

Bereits kurz nach den Anschlägen hatte die Polizei ein Foto von einer Überwachungskamera veröffentlicht, dass drei Männer zeigt. Bei zweien soll es sich demnach um die beiden Selbstmordattentäter handeln, die sich in die Luft sprengten. Der dritte Mann, der eine helle Jacke und einen Hut trägt, soll ein Komplize der beiden sein. Die Polizei geht davon aus, dass er seinen Sprengsatz nicht zündete und flüchtete.

Anhand von Überwachungskameras konnten die Ermittler in der Zwischenzeit rekonstruieren, wohin der Verdächtige vom Flughafen aus ging.

Die Überwachungsbilder zeigen, wie der Verdächtige vom Flughafen in die Innenstadt läuft. Das letzte Bild, das den Attentäter zeigen soll, stammt von einer Überwachungskamera in unmittelbarer Nähe des Anschlagsorts in der Brüsseler Metro, dem U-Bahnhof Maelbeek. Dort hatte sich um 9.11 Uhr ein weiterer Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt - die Aufnahme der Videokamera entstand über eine halbe Stunde nach der Explosion.

Weg des mutmaßlichen Attentäters in die Innenstadt

Die belgische Justiz rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Von Interesse sei nun vor allem seine helle Jacke, die er anscheinend unterwegs entsorgt habe, teilte die Staatsanwaltschaft mit und rief die Bevölkerung auf, mögliche Fotos oder Videoaufnahmen des Verdächtigen zu übermitteln. Bei den Anschlägen am 22. März in Brüssel waren 32 Menschen ums Leben gekommen.

brk/cht/dpa

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