Anschläge von Brüssel Staatsanwaltschaft verhaftet achten Verdächtigen

In Belgien ist ein weiterer Verdächtiger im Zusammenhang mit den Brüsseler Anschlägen festgenommen worden. Im Stadtteil Etterbeek hat die Polizei den Tathergang der Anschläge vom 22. März rekonstruiert - im mutmaßlichen Versteck der Terroristen.

Rekonstruktion des Tathergangs in Etterbeek
REUTERS

Rekonstruktion des Tathergangs in Etterbeek


Die belgische Staatsanwaltschaft hat laut Nachrichtenagentur AFP einen achten Verdächtigen verhaftet, der mit den Anschlägen in Brüssel zu tun haben soll. Gegen den 30-jährigen Belgier Youssef E. A. sei Haftbefehl erlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Abend mit. Ihm würden "die Teilnahme an Aktivitäten einer Terrorgruppe, Mord sowie versuchter Mord in einem terroristischen Kontext als Täter, Mittäter oder Komplize" vorgeworfen.

Erst vor einer Woche hatten die Behörden einen siebten Verdächtigen im Zusammenhang mit den Anschlägen festgenommen. Am Freitagnachmittag fand zudem in einer Wohnung im Brüsseler Stadtteil Etterbeek eine Rekonstruktion des Tathergangs statt, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. Die nur zwei Kilometer vom Europaviertel entfernte Wohnung habe "wahrscheinlich als Versteck der Terrorgruppe und als Ausgangspunkt für den Anschlag in der U-Bahn-Station Maelbeek gedient".

Laut Staatsanwaltschaft wurden weitere mutmaßliche Anschlagsbeteiligte für die Tatrekonstruktion in die Wohnung gebracht, unter ihnen Osama K., der am 8. April in Brüssel festgenommen worden war. Es habe keine Zwischenfälle gegeben, erklärte die Behörde, ohne weitere Angaben zu machen.

Am 22. März hatten sich zunächst zwei Attentäter im Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt. Knapp eine halbe Stunden später zündete ein Attentäter in einem U-Bahn-Waggon in der Station Maelbeek einen Sprengsatz und riss 16 Menschen mit in den Tod. Insgesamt wurden bei den beiden Anschlägen in der belgischen Hauptstadt 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

kry/AFP

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