BSE-Krise EU kauft 34.000 Tonnen Rindfleisch auf

Um den wegen der BSE-Krise zusammengebrochenen Rindfleischmarkt zu stützen, kauft die Europäische Union knapp 34.000 Tonnen Fleisch auf. Darunter 2700 Tonnen aus Deutschland.


Brüssel - Zum Kauf des Fleisches aus Deutschland war die EU im Rahmen einer besonderen Interventionsregelung verpflichtet. Voraussetzung dafür ist, dass der Marktpreis während zweier aufeinander folgender Wochen auf nationalem Niveau unter 60 Prozent und EU-weit unter 78 Prozent des amtlichen Interventionspreises fällt.

Deutschland und die Niederlande fielen wegen der in beiden Ländern kaum vorhandenen Nachfrage und damit ins Bodenlose gestürzten Preise unter die "verpflichtende Sicherheitsnetz- Intervention" der Gemeinschaft. Die eher niedrige Menge der Deutschland abzukaufenden 2700 Tonnen ergibt sich offenbar daraus, dass Fleisch verarbeitende Betriebe in der Bundesrepublik verstärkt nach Russland exportieren. Im Zuge der so genannten nicht verpflichtenden Intervention nimmt die EU Belgien, Dänemark, Spanien, Frankreich, Italien und Österreich insgesamt 31.127 Tonnen des derzeit unverkäuflichen Rindfleisches ab. Der Löwenanteil entfällt nach den Angaben dabei auf Frankreich und Spanien.



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