Bürgerkrieg Burmesische Rebellen brüsten sich mit Opferzahlen

Der Konflikt zwischen der burmesischen Militärjunta und Rebellen im Nordosten des Landes spitzt sich zu. Die Regimegegner behaupten, mehr als 30 Soldaten getötet zu haben. Jetzt explodierte ein Sprengsatz in China, wohin Zehntausende Burmesen vor den Kämpfen geflohen sind.

Ankunft in der chinesischen Provinz Yunnan: 30.000 Burmesen sind auf der Flucht
REUTERS

Ankunft in der chinesischen Provinz Yunnan: 30.000 Burmesen sind auf der Flucht


Peking - Die Rebellen im Nordosten Burmas haben eigenen Angaben zufolge während der Kämpfe gegen Regierungstruppen in den vergangenen Tagen mehr als 30 Soldaten getötet. Zusätzlich seien mehr als 50 gefangengenommen worden, berichtete am Samstag eine chinesische Internetseite unter Berufung auf den angeblichen Anführer der Gruppe, Peng Jiasheng.

Wegen der Kämpfe in der burmesisch-chinesischen Grenzregion sind nach Uno-Angaben rund 30.000 Menschen geflohen, viele von ihnen nach China. Bei einer Explosion im Grenzgebiet sind am Samstag ein Mensch getötet und weitere verletzt worden.

Der Sprengsatz sei aus Burma auf die benachbarte südchinesische Provinz Yunnan abgeschossen worden, berichtete die staatliche Zeitung "China Daily" am Samstag unter Berufung auf einen chinesischen Rot-Kreuz-Mitarbeiter. Regierungsvertreter waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Die Kämpfe zwischen Rebellen und Truppen der burmesischen Militärjunta waren am Donnerstag eskaliert. Ein seit 20 Jahren währender Waffenstillstand wurde damit beendet. Die Einwohner hatten bereits aus der Region zu flüchten begonnen, als die burmesische Armee Anfang August Hunderte Soldaten in der Provinz Kokang stationierte.

Während die westliche Welt Burmas Militärjunta ächtet, gehört China zu ihren Beschützern. Die Regierung in Peking rief die Generäle allerdings auf, für Stabilität an der Grenze zu sorgen und die Sicherheit chinesischer Geschäftsleute in Burma zu gewährleisten. In Kokang leben viele Chinesen, die grenzüberschreitenden Handel betreiben.

ore/Reuters/dpa/AFP



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