Bürgerkrieg in Syrien Armee tötet offenbar 60 Rebellen bei Damaskus

Die Aufständischen wurden offenbar in einen Hinterhalt gelockt: Die Armee von Syriens Machthaber Baschar al-Assad soll bei Damaskus mehr als 60 Rebellen getötet haben. Acht weitere Rebellen werden demnach noch vermisst.


Damaskus - Die syrische Armee hat nach Angaben von Aktivisten mindestens 62 Rebellen nahe der Hauptstadt Damaskus getötet. Die Aufständischen seien im Morgengrauen nahe der Industriestadt Adra in einen Hinterhalt gelockt worden, teilte die in London ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Acht weitere Rebellen gälten nach dem Vorfall nordöstlich der Hauptstadt noch als vermisst.

Die Angaben aus Syrien lassen sich nur schwer überprüfen, das Regime von Machthaber Baschar al-Assad lässt kaum Journalisten ins Land. Die Menschenrechtsbeobachter in London erhalten ihre Informationen von Aktivisten vor Ort und werten Internet- und andere Medien aus.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana bestätigte den Angriff, ohne eine konkrete Opferzahl zu nennen. Durch einen "hochgradig koordinierten Angriff aus dem Hinterhalt" sei es den Armeeverbänden gelungen, eine "Terroristenbande" auszuschalten.

Der Aufstand gegen den syrischen Präsidenten hatte Mitte März 2011 begonnen. Er entwickelte sich zu einem blutigen Bürgerkrieg, in dem nach Angaben der Vereinten Nationen bislang mehr als 100.000 Menschen getötet wurden. Millionen weitere wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Assad hatte am Sonntag angekündigt, er werde den Aufstand "mit eiserner Faust" niederschlagen.

Besonders Kinder leiden in dem Konflikt. Die Armee beschieße Wohngebiete mit Raketen und töte viele Zivilisten, "darunter zahlreiche Kinder", beklagt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.

aar/AFP/dpa



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pontypool 07.08.2013
1. Wieso Hinterhalt? Wieso gelockt?
Mit dem Worten " Hinterhalt und Gelockt " soll suggeriert werden das die guten Rebellen von den bösen Schergen des Regimes in eine Falle gelockt wurden. So einfach funktioniert Propaganda.
spon-facebook-1384400048 07.08.2013
2. Human Rights Watch beklagt...
Die Armee beschieße Wohngebiete mit Raketen und töte viele Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder. Bissl einseitig geschrieben, oder nicht? Die Frage ist doch, WARUM müssen die Wohngebiete beschossen werden? Sicher nicht, um Kinder zu töten. Wer versteckt sich darin, und warum? Sollen sie doch aus ihren Löchern kommen und sich auf dem Feld der regulären Armee stellen...
Walter Sobchak 07.08.2013
3.
Zitat von pontypoolMit dem Worten " Hinterhalt und Gelockt " soll suggeriert werden das die guten Rebellen von den bösen Schergen des Regimes in eine Falle gelockt wurden. So einfach funktioniert Propaganda.
Und noch dazu "offenbar".
freier-geist 07.08.2013
4.
Zitat von spon-facebook-1384400048Die Armee beschieße Wohngebiete mit Raketen und töte viele Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder. Bissl einseitig geschrieben, oder nicht? Die Frage ist doch, WARUM müssen die Wohngebiete beschossen werden? Sicher nicht, um Kinder zu töten. Wer versteckt sich darin, und warum? Sollen sie doch aus ihren Löchern kommen und sich auf dem Feld der regulären Armee stellen...
Das ist ja gerade das perverser/kranke an den Jihadisten. (gesteuert durch Katar/Saudi/westliche Geheimdienste) Sie wollen und müssen zivile Opfer verursachen. Und das ganz bewusst.. Um da Image von der Regierung zu beschmutzen...
dr.joe.66 07.08.2013
5. Das ist Krieg!
Zitat von pontypoolMit dem Worten " Hinterhalt und Gelockt " soll suggeriert werden das die guten Rebellen von den bösen Schergen des Regimes in eine Falle gelockt wurden. So einfach funktioniert Propaganda.
Ja, aber wir naiven Hollywood-verdummten Medienkonsumenten wünschen uns eben eine einfache Gut-Böse-Situation. Und jetzt mal Klartext für uns Naive: 1) Im Krieg geht es darum den Gegner zu besiegen, was zumeist durch Tötung gegnerischer Soldaten geschieht. Hinterhalte sind dabei eine einfache taktische Maßnahme. Wer einen "sauberen" Krieg will, soll doch bitte wieder die Neutronenbombe einführen: Lichtblitz - Bumms - Alles klinisch tot. 2) Gute Propaganda führt zur Unterstützung der eigenen Kriegsaktivitäten, sowohl durch die eigenen Anhänger und Soldaten als auch durch Dritte, die für den Nachschub gebraucht werden.
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