Bürgerkrieg in Syrien Assad-Regime verweigert Helfern Zugang nach Kusair

Hunderte Verletzte in der umkämpften Stadt Kusair brauchen dringend medizinische Hilfe. Doch das syrische Regime will das Rote Kreuz nicht in die Stadt lassen. Die Forderungen der Uno nach einem Waffenstillstand in der Rebellenhochburg verhallen.

Syrische Soldaten stürmen nach Kusair: Bis zu 1500 Verletzte können nicht versorgt werden
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Syrische Soldaten stürmen nach Kusair: Bis zu 1500 Verletzte können nicht versorgt werden


Kusair - Das Assad-Regime verweigert dem Roten Kreuz den Zugang zu der umkämpften Stadt Kusair. Obwohl hunderte Verletzte in der Stadt an der libanesisch-syrischen Grenze dringend medizinische Hilfe benötigen, will Syrien die Helfer erst nach dem Ende der Kämpfe in die umkämpfte Rebellenhochburg lassen, sagte Außenminister Walid al-Muallim im Staatsfernsehen.

Die Vereinten Nationen hatten am Samstag einen sofortigen Waffenstillstand für die Grenzstadt Kusair gefordert, um hunderte Verletzte in Sicherheit bringen zu können. Nach ihren Informationen seien bis zu 1500 Verwundete dringend auf medizinische Versorgung angewiesen, hatte die Uno-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos und UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay erklärt. Hilfsorganisationen müssten die sofortige Gelegenheit haben, diese Verletzten aus Kusseir zu bringen.

Seit dem 19. Mai führen syrische Regierungstruppen und Kämpfer der radikalislamischen Hisbollah mit Rebellen eine blutige Schlacht um die Kontrolle über die 30.000-Einwohner-Stadt. In den Kämpfen sind auf beiden Seiten bereits mehrere hundert Menschen getötet worden.

ade/Reuters/AP/AFP

insgesamt 87 Beiträge
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paulibahn 02.06.2013
1. damals...
wie war das damals mit den forderungen nach humanitärer hilfe als die rebellen die stadt eingenommen und die minderheiten vertrieben haben? nach aussage der fsa sind seit beginn der kämpfe in kusair 1000 rebellen in die stadt eingedrungen. wenn man 1000 menschen reinbringt, wieso k man dann nicht hunderte rausbringen?
Gesinnungspreusse 02.06.2013
2. Selbstmordkommando
Ein Einsatz von Rotkreuzhelfern in diesem Kampfgebiet wäre reiner Selbstmord. Es ist bekannt das sich Al Qaida Terroristen der Al Nusra Front, salafistische Freischärler und zugereiste Extremisten aus aller Herren Ländern in der Stadt verbergen. Denen sind Zivilisten ebenso egal, wie humanitäre Einsätze oder ein rotes Kreuz bzw. ein roter Halbmond. Die illegalen Kämpfer, bestehend aus Heckenschützen und Bombenlegern haben schon in anderen Städten auf alles geschossen was sich bewegt!
carolian 02.06.2013
3. Rebellenhochburg
Kein Wunder. Wie soll den die syrische Armee für die Sicherheit der Rote-Kreuz-Helfer sorgen? Wenn dort immer noch die Heckenschützen der "Rebellen" lauern, denen Rote-Kreuz-Helfer willkommenen Beute sind. Weil die als Islamisten nur Rote-Halbmond-Helfer für Moslems dulden.
qualidax 02.06.2013
4. Solches Handeln nennt man "verantwortungsbewusst"!
Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne - klingt zynisch, aber es ist Krieg. Ich höre schon das Geschrei, sollten Hilfskräfte zwischen die Fronten geraten: "Assads Schergen beschießen Helfer!" Dem Terrorgesindel traue ich durchaus zu, solche Provokationen in voller Absicht zu begehen ...
vggert 03.06.2013
5. Selbstvertändlich
Lässt die Regierung da gerade keine störenden Organisationen durch die Straßen laufen den da tobt immerhin gerade eine große Schlacht. Was erwartet man. Nacher sterben da noch dutzende Ausländischer Helfer so das man Assad wieder ordentlich Mediale Hundehaufen an die Schuhe werfen und so gegen ihn Stimmung machen kann. Der ist doch nicht doof der Mann. Waffenstillstand ist auch sowas von Realitätsfremd wesshalb sollte die Armee ihre Siegessträhne auf einmal beenden nur um damit sich die Rebellen reorganisieren und aus dem Ausland versorgt werden können. Völlig Absurde Forderungen die in keinem Krieg von einem gesunden Menschenverstand angenommen werden würde.
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