Bundeswehr in Mali "Tiger" dürfen nun auch bei Hitze fliegen

Bei extremer Hitze mussten die "Tiger"-Hubschrauber der Bundeswehr in Mali bislang am Boden bleiben. Nun wurde eine Ausnahmegenehmigung erteilt.

Kampfhubschrauber "Tiger" (Archivbild)
REUTERS

Kampfhubschrauber "Tiger" (Archivbild)


Ab 1. Mai kann die Bundeswehr in Mali auch den "Tiger"-Kampfhubschrauber bei mehr als 43,26 Grad Celsius einsetzen. Der Inspekteur des Heeres habe eine Ausnahmegenehmigung für den Flug der "Tiger" unter hohen Temperaturen erteilt, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Das neue Limit, das sich je nach Luftdruck und Flughöhe berechne, liegt nun bei 48,26 Grad Celsius. Die "Welt" hatte in der vergangenen Woche über den Fall berichtet. In dem Bericht hieß es, dass die Hälfte der Bundeswehrfahrzeuge derzeit nicht einsatzbereit ist.

Die Einsatzbereitschaft der Gerätschaften sei "nicht zufriedenstellend", hatte das Verteidigungsministerium vergangene Woche eingeräumt. Staub und Hitze seien eine Herausforderung für Wartung und Instandsetzung.

Die Bundeswehr unterstützt in Mali mit derzeit rund 800 Soldaten die Uno-Mission Minusma, die sich für eine Stabilisierung des von ethnischen Konflikten und Terrorismus bedrohten Staates engagiert. Minusma gilt als gefährlichster und verlustreichster Einsatz der Vereinten Nationen weltweit.

max/dpa

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cage24 28.04.2017
1. Wen ein Angestellter
in einer Firma eine Maschine bestellt die bei bestimmten durchschnittlichen Temperaturen nicht funktioniert würde er gefeuert....das ist der unterschied der die BW ein vielfaches so teuer macht wie sie eigentlich sein muss.
lucky.sailor 28.04.2017
2. Und was ist bei 49 Grad?
Prima, dass man mal so eben vom "grünen Tisch" aus eine solch dezidierte Ausnahmegenehmigung erteilen kann. Fragt sich nur, ob die nächste "Ausnahme" genehmigt wird, wenn die Temperaturen in Mali über 48,25° C steigen. Hoffentlich kommen hierdurch keine Soldaten ohne "Feindeinwirkung" zu Schaden!
Raimunde Krudenbruch 28.04.2017
3. Ausnahmsweise trifft die Bundeswehr mal so gar keine Schuld.
Ja was soll das denn? Das Gerät wurde nach Vorgaben entwickelt und bestellt. 1989. Die Vorgaben richten sich nach dem erwarteten und geplanten Einsatzzweck. Und das ist SovjetPanzer auf mitteleuropäischem Territorium abzuwehren. Mit Raketen. Dass man im staubigen, heißen Afghanistan ein durch den Richtschützen unabhängig steuerbares MG gebrauchten kann, war nie geplant Dass man in Mali bei über 43,26°C fliegt ist auch nicht zu erwarten. Also. Läuft wie bestellt. Wenn man sich mit 22 einen gebrauchten zweisitzigen Roadster holt braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn es Jahre später zu Problemen kommt, wenn die Frau, Babyschale, der Wocheneinkauf und das Billy-Regal samt Hund gleichzeitig ins Auto sollen. Die Thematik gilt uneingeschränkt auch für den geplanten Einsatzzweck des G36 und seinem derzeit tatsächlichen Einsatz. Die selbe Diskussion gab es doch letztes Jahr...
Worldwatch 28.04.2017
4. Mal abgesehen davon ...
... das die Helikopter überhaupt als flugbereit gelten, und nun, unter bestimmten Bedingungen sowie ausnahmsweise auch im UNO-Auftrag abheben dürfen ... Nur, was machen diese überhaupt, und welcherlei Einsaetze werden vor Ort mit den Kampfhubschraubern geflogen. Sprich; werden die Bordwaffen eingesetzt? Oder, anders gesagt; es wäre hilfreich, würde zum Thema auch mal journalistisch berichtet! Insbesondere von Medien, die sich Nachrichten-Medien nennen.
zitzewitz 28.04.2017
5.
Welche Experten rechnen eigentlich Einsatztemperaturen bis auf ein hundertstel Grad genau aus? Wussten die etwa nicht, dass 110% aller Prozentangaben falsch sind und 74,2855% aller Statistiken eine Genauigkeit vorspiegeln, die in der Realität nicht gerechtfertigt ist?
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