Bundeswehrtraining Warum Peschmerga durch den deutschen Wald robben

Im Kampf gegen den "Islamischen Staat" trainiert die Bundeswehr Peschmerga - auch in Deutschland. In Munster üben die Kurden, sich besser zu tarnen und Verstecke zu bauen.
Bundeswehrtraining: Warum Peschmerga durch den deutschen Wald robben

Bundeswehrtraining: Warum Peschmerga durch den deutschen Wald robben

Foto: Alexander Koerner/ Getty Images

Zwei Wochen trainieren die Peschmerga-Kämpfer in Munster in der Lüneburger Heide. 28 kurdische Offiziere sind nach Deutschland gekommen, um im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" geschult zu werden. Hier lernen die Peschmerga, wie sie sich besser tarnen, unauffällig im Gelände bewegen und Verstecke bauen können. Und zwar ohne Drohnen, Radar oder Wärmebildgeräte.

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Peschmerga-Training der Bundeswehr: Getarnt durch die Lüneburger Heide

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"Aufklärung spart Blut", sagt der Ausbildungschef bei den Heeresaufklärern, Oberst Norbert Hähnlein. "Wenn ich viel über den Gegner weiß, kann ich mein eigenes Verhalten darauf einstellen, und dann habe ich weniger Verluste." So sollen die Peschmerga herausfinden können, wo die Kämpfer des IS sind und über welche Waffen sie verfügen.

Die Peschmerga waren vor allem bekannt als Widerstandskämpfer in den Bergen, wandelten sich aber seit dem IS-Vormarsch mehr und mehr zu regulären Streitkräften der kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak. In der nordirakischen Hauptstadt Erbil bilden zurzeit rund 110 deutsche Soldaten Kurden in Taktik und an deutschen Waffen aus. Seit Mitte 2014 erhalten die kurdischen Peschmerga-Kämpfer zudem Waffen aus Deutschland, Frankreich oder Großbritannien.

kgp/dpa/Reuters