Bundeswehreinsatz in Kunduz Sicherheitsrat erteilt Mandat

Der Uno-Sicherheitsrat hat entschieden: Die Afghanistan-Schutztruppe kann nun auch außerhalb von Kabul operieren. Damit hat die Bundesregierung für die geplante Entsendung von bis zu 450 Soldaten in die nordafghanische Stadt Kunduz das Mandat der Vereinten Nationen.


New York - Der Uno-Sicherheitsrat beschloss die Ausdehnung des Operationsgebietes der Afghanistan-Schutztruppe Isaf über die Hauptstadt Kabul hinaus in der Nacht zum Dienstag einstimmig. Das Mandat gilt für zwölf Monate und soll, wenn nötig, vor Mitte Oktober 2004 erneuert werden.

Sobald auch der Bundestag den Kunduz-Einsatz gebilligt hat, soll in der Stadt ein Voraustrupp von 40 bis 70 Soldaten stationiert werden. Mit der Zustimmung des Parlaments wird bis Ende Oktober gerechnet. Die deutschen Soldaten sollen in Kunduz die Sicherheit für zivile Aufbauhelfer gewährleisten und deren Arbeit unterstützen. Die 19 Nato-Länder hatten der Einsatzerweiterung der Isaf bereits am 6. Oktober zugestimmt.



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