Burkina Faso Angreifer töten 14 Menschen in Kirche

Erneut ist das westafrikanische Burkina Faso von einem Anschlag auf Gläubige erschüttert worden. Bei dem Massaker in einer Kirche wurden auch Kinder und der Pastor getötet.

Sicherheitskräfte in Burkina Faso (Archivbild)
Ludivine Laniepce/ AP

Sicherheitskräfte in Burkina Faso (Archivbild)


Bei einem Anschlag auf eine Kirche im westafrikanischen Burkina Faso sind 14 Menschen getötet worden. Zudem gab es zahlreiche Verletzte, teilten die örtlichen Behörden mit. Der Vorfall ereignete sich demnach im Ort Hantoukoura nahe der Grenze zum Niger.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen stürmte rund ein Dutzend schwer bewaffneter Angreifer die Kirche. Diese hätten "die Gläubigen hingerichtet, darunter den Pastor und Kinder". Soldaten hätten sich auf die Suche nach den Tätern gemacht, die mit Motorrädern vom Anschlagsort geflüchtet seien.

In dem westafrikanischen Land gab es seit Februar eine Reihe von Anschlägen auf christliche Einrichtungen, bei denen bis Sonntag 21 Menschen getötet wurden. So gab es unter anderem im Mai dieses Jahres bei einem Angriff auf eine Kirche sechs Opfer.

In Burkina Faso leben rund zwei Drittel Muslime und ein Drittel Christen. Dschihadistengruppen attackieren neben Christen auch Muslime, die sie für nicht radikal genug halten. In der Vergangenheit hatten beide Religionen in dem Land eine friedliche Koexistenz geführt.

mfu/AFP



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