Burkina Faso Mehr als 40 Menschen bei Terrorangriff getötet

Bei einer mehrere Stunden andauernden Attacke dschihadistischer Milizen in Burkina Faso sind mindestens 42 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Regierung wurden zudem 80 Angreifer "neutralisiert".
Ein Soldat des Militärs von Burkina Faso (Archivbild)

Ein Soldat des Militärs von Burkina Faso (Archivbild)

Foto: Michele Cattani / AFP

Bei einer terroristischen Attacke im Norden Burkina Fasos sind mindestens 35 Zivilisten und sieben Sicherheitskräfte getötet worden. Dies teilte der Kommunikationsminister des westafrikanischen Landes, Remis Fulgance Dandjinou, im staatlichen Fernsehen mit. Zudem seien laut Angaben der Streitkräfte 80 Angreifer "neutralisiert" und rund 20 weitere Menschen verletzt worden.

Eine "große Zahl von Terroristen" habe zeitgleich den Angriff auf das Militärlager und die Zivilbevölkerung von Aribinda gestartet, erklärte das Militär. Die Kämpfe dauerten demnach mehrere Stunden an. Soldaten und Polizisten hätten den Angriff mit Unterstützung der Luftwaffe schließlich abgewehrt. Zu der Attacke bekannte sich zunächst keine Terrorgruppe.

Laut Regierung sind 31 der 35 zivilen Opfer Frauen. Der Präsident von Burkina Faso, Roch Marc Kaboré, rief zum Gedenken an die Opfer ab Mittwoch zwei nationale Trauertage aus. An allen öffentlichen Gebäuden würden in der Zeit die Flaggen auf halbmast gesetzt, hieß es in einer Mitteilung des Staatschefs.

In den Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben den Terrorgruppen "Islamischer Staat" oder Al-Kaida die Treue geschworen. Vor allem in Mali sowie in den angrenzenden Ländern Burkina Faso und Niger kommt es immer wieder zu Angriffen und Anschlägen. Erst Anfang Dezember waren bei einem Angriff auf eine Kirche in Burkina Faso 14 Menschen getötet worden. In Mali beteiligen sich rund 1000 Bundeswehrsoldaten an einem UN-Stabilisierungseinsatz.

yer/dpa/Reuters/AFP