Burma Dutzende Opfer bei Anschlagserie

Bei mehreren Anschlägen während des buddhistischen Neujahrsfests sind mindestens 24 Menschen in Burma ums Leben gekommen. Mehr als 50 weitere wurden verletzt. Am Ort der Explosionen, einem Park, hatten sich Tausende Menschen zu einer Feier versammelt.


Rangun - In Burma sind bei einer Serie von Explosionen am Donnerstag mindestens 24 Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Krankenhäusern wurden zudem etwa 50 Menschen verletzt, als sich während des Neujahrsfests in der ehemaligen Hauptstadt Rangun drei Explosionen ereigneten. Zunächst war unklar, ob es sich um einen Anschlag handelte.

Von der Militärregierung gab es noch keine Stellungnahme. Auch ein Bekennerschreiben einer Extremistengruppe gab es nicht. In der Vergangenheit hat die Junta wiederholt Separatisten und ethnische Minderheiten für ähnliche Anschläge verantwortlich gemacht. In Burma soll in diesem Jahr noch gewählt werden.

Burma ist seit 1962 eine Militärdiktatur. Die Junta hat seitdem jede Öffnung mit dem Hinweis auf drohende ethnische Konflikte in dem Vielvölkerstaat unterbunden. In diesem Jahr sollen erstmals seit 1990 Wahlen stattfinden. Allerdings wird die wichtigste Oppositionspartei der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nicht an der Parlamentswahl teilnehmen. Die Nationale Liga hält das von der Militärjunta erlassene Wahlgesetz für ungerecht und lässt sich deshalb nicht registrieren.

ler/Reuters

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