Burma Junta verlängert Hausarrest für Suu Kyi

Burmas Junta kennt keine Gnade: Die Militärregierung hat den Hausarrest für die Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi verlängert. Die Friedensnobelpreisträgerin wartet seit Jahren auf ihre Freilassung.


Rangun - Aung San Suu Kyi muss die Hoffnung aufgeben, ihr Haus demnächst verlassen zu können. Bei einem kurzen Treffen in Rangun wurde die Oppositionspolitikerin nach offiziellen Angaben von der Junta über die Verlängerung ihres Arrestes informiert.

Die 62-Jährige Friedensnobelpreisträgerin verbrachte insgesamt zwölf der vergangenen 18 Jahre unter Hausarrest in Rangun. Zuletzt hatten sie die Generäle für fünf Jahre unter Hausarrest gesetzt. Dieser Zeitraum endete nun.

Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) gewann 1990 die Parlamentswahl, die Militärregierung hat den Sieg jedoch nie anerkannt.

Die Militärregierung ließ auch rund 20 Anhänger der Opposition festnehmen und stoppte damit deren Protestmarsch zum Haus von Suu Kyi. Die Polizei trieb die Oppositionellen nach Augenzeugenberichten auf einen Lastwagen. Dieser fuhr mit unbekanntem Ziel davon. Die Polizei hatte die Absperrung vor der Villa der Politikerin am Dienstag noch einmal verschärft.

Die Junta steht seit ihrer verzögernden Reaktion auf den Zyklon "Nargis" heftig in der Kritik. Im vergangenen Jahr wurden von buddhistischen Mönchen angeführte Massenproteste blutig niedergeschlagen.

als/AFP/AP



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