Burma Präsident plant Freilassung aller politischen Gefangenen

"Wir werden sie niemals als politische Werkzeuge benutzen" - Burmas Präsident Thein Sein will keine politischen Häftlinge mehr in den Gefängnissen seines Landes sehen. Schon bald könnten die letzten rund 200 Gefangenen bald freigelassen werden.

Burmas Präsident Sein: Bereits rund 850 politische Gefangene freigelassen
AFP

Burmas Präsident Sein: Bereits rund 850 politische Gefangene freigelassen


Rangun - Die politischen Gefangenen in Burma können auf ihre baldige Freilassung hoffen. "Ich möchte keine politischen Häftlinge im Gefängnis sehen", sagte Präsident Thein Sein in einer Ansprache. Die Regierung werde die Freilassung der Gefangenen beschleunigen. "Wir werden uns nur auf nationale Versöhnung konzentrieren und wir werden sie niemals als politische Werkzeuge benutzen", so Sein über die verbliebenen Gefangenen.

Im März 2011 hatte Sein das Präsidentenamt in Burma übernommen und seitdem umfangreiche politische und wirtschaftliche Reformen umgesetzt. Hunderte politische Gefangene waren bereits freigelassen worden. Kurz vor dem Besuch von US-Präsident Barack Obama im November vergangenen Jahres ließ die Regierung 50 politische Gefangene frei, zuvor hatte es eine Amnestie für etwa 800 weitere gegeben. Nach Angaben verschiedener Menschenrechtsorganisationen befinden sich noch etwa 200 politisch Verfolgte in dem Land in Haft.

Die Freilassung aller politischen Gefangenen gilt als wichtige Bedingung des Westens für die Aufhebung aller Sanktionen gegen Burma. Einige dieser Sanktionen wurden bereits gelockert, die EU hatte im Mai ihre bereits suspendierten Sanktionen offiziell aufgehoben.

max/dpa



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