Bush im Kosovo US-Truppen bleiben auf dem Balkan

"Wir sind gemeinsam hineingegangen, und wir werden gemeinsam hinausgehen", verspricht US-Präsident Bush. Er machte bei seinem Truppenbesuch im Kosovo aber deutlich, dass der Einsatz auf dem Balkan nicht ewig dauern könne.


Shake Hands: Bush bei den US-Truppen im Kosovo
AP

Shake Hands: Bush bei den US-Truppen im Kosovo

Pristina - US-Präsident George W. Bush hat im Kosovo bekräftigt, dass die USA sich nicht einseitig aus dem Balkan zurückziehen werden. "Wir wissen, dass Amerikas Beteiligung entscheidend ist, militärisch wie politisch", betonte Bush auf seinem ersten Besuch in der Krisenregion im amerikanischen "Camp Bondsteel" bei Pristina. Aber es sei wichtig, darauf hinzuwirken, dass demokratisch gewählte lokale Behörden die volle Verantwortung übernähmen. "Die Stationierung unserer Truppen sollte nicht endlos sein." In der Provinz Kosovo im Süden Jugoslawiens sind mehr als 5000 amerikanische Soldaten stationiert.

Der US-Präsident rief die Führer des benachbarten Mazedoniens auf, sich auf eine Lösung des Konflikts mit den albanischen Rebellen zu einigen und die bestehenden Differenzen auszuräumen. "Jene hier im Kosovo, die den Aufstand in Mazedonien unterstützen, schaden den Interessen der Albaner in der Region", warnte Bush. "Die Bewohner des Kosovos sollten sich nur auf das Kosovo konzentrieren."

Nach seiner Ankunft aus Rom traf Bush zunächst mit dem Uno-Verwalter Hans Häkkerup und dem Kommandeur der von der Nato geführten rund 42.000 Mann starken Kosovo-Friedenstruppe Kfor, General Thorstein Skiaker, zusammen. Sie informierten ihn über den Stand ihrer Arbeit. Dazu gehört auch der Versuch, den Nachschub für die albanischen Rebellen in Mazedonien zu unterbinden.



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