Ceuta Kleintransporter mit 52 Migranten durchbricht EU-Außengrenze

Ein Kleintransporter mit Dutzenden Insassen ist am spanisch-marokkanischen Grenzübergang durch die Sperranlage gerast. Vier Migranten wurden verletzt, der Fahrer festgenommen.
Beschädigter Kleintransporter am Grenzübergang von Ceuta, der spanischen Exklave auf dem afrikanischen Kontinent

Beschädigter Kleintransporter am Grenzübergang von Ceuta, der spanischen Exklave auf dem afrikanischen Kontinent

Foto: Jupol/dpa

Ein stark überladener Kleintransporter mit 52 Migranten an Bord hat an der Grenze zwischen Marokko und Spanien eine Sperranlage durchbrochen.

Am stark befestigten Übergang zur spanischen Exklave Ceuta raste der marokkanische Fahrer des Transporters mit voller Geschwindigkeit durch die Kontrolle am Übergang Tarajal, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf Polizeiquellen.

Bei den in das Fahrzeug gezwängten Menschen handelte es sich demnach um 34 Männer, 16 Frauen und zwei Minderjährige aus Ländern südlich der Sahara. Vier Migranten wurden verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der marokkanische Fahrer wurde festgenommen, wie die Zeitung "El Faro de Ceuta" berichtete.

Das Phänomen, sich mit einem Wagen durch die Grenzanlage zu rammen, gebe es bereits seit 2013. Jedoch habe es sich bislang um kleinere Fahrzeuge mit wenigen Insassen gehandelt, teilte die Polizei mit.

Blaues Tor der Grenzanlage, das der Transporter aus den Angeln riss

Blaues Tor der Grenzanlage, das der Transporter aus den Angeln riss

Foto: Jupol/dpa

Spanien hat mit Ceuta und Melilla zwei außereuropäische Territorien in Nordafrika. In der Nähe der beiden Gebiete warten Zehntausende Afrikaner auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen.

Meist versuchen sie allein, den sechs Meter hohen doppelten Grenzzaun zu überwinden, der sie vom spanischen Territorium trennt. Dabei gibt es immer wieder Verletzte. Zuletzt war es Ende August rund 150 Migranten gelungen, über den Zaun zu klettern.

cht/dpa
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