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Auf dem Sprung: "Europa wäre eine Chance für uns"

Foto: Louis Witter

Junge Marokkaner in Ceuta Über den Zaun in ein neues Leben

Tausende marokkanische Teenager kommen in die spanische Exklave Ceuta. Ein schwer gesicherter Zaun trennt sie von ihrem Traum: Europa. Wenn der richtige Moment da ist, muss es schnell gehen. Der Fotograf Louis Witter hat sie begleitet.
Von Steffen Lüdke und Louis Witter (Fotos)

Im Norden Afrikas beginnt Europa: Die Stadt Ceuta liegt im äußersten Nordwesten Marokkos - und gehört zu Spanien. Das europäische Festland ist hier genau eine Fähre entfernt. Bei gutem Wetter lässt sich der Felsen von Gibraltar erblicken, wie ein Ungeheuer ragt er dann aus der Gischt des Mittelmeeres.

Viele marokkanische Teenager träumen davon, auf die andere Seite der Meerenge zu gelangen. Täglich schmuggeln sie sich über den Grenzzaun in den Hafen von Ceuta und von dort auf eine Fähre. 3344 waren es im vergangenen Jahr, deutlich mehr als noch in den Jahren zuvor. Inzwischen ist Spanien zur beliebtesten Route für Migranten in die Europäische Union geworden.

Stundenlang bereiten sich die Teenager auf den Sprung in die erträumte Freiheit vor. Die meisten sind Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren. Der Hafen der spanischen Exklave ist schwer bewacht, die Zäune sind mit scharfen Stahlklingen gesichert. Diese Zäune, diese Klingen müssen sie überwinden, möglichst ohne von der spanischen Polizei gesehen zu werden.

Der Fotograf Louis Witter hat sie begleitet, gefragt, warum sie den gefährlichen Sprung wagen - und die entscheidenden Momente mit der Kamera eingefangen.

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Auf dem Sprung: "Europa wäre eine Chance für uns"

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Dieser Beitrag gehört zum Projekt Globale Gesellschaft

Unter dem Titel »Globale Gesellschaft« berichten Reporterinnen und Reporter aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Europa – über Ungerechtigkeiten in einer globalisierten Welt, gesellschaftspolitische Herausforderungen und nachhaltige Entwicklung. Die Reportagen, Analysen, Fotostrecken, Videos und Podcasts erscheinen in einer eigenen Sektion im Auslandsressort des SPIEGEL. Das Projekt ist langfristig angelegt und wird von der Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) unterstützt.

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