Attentat auf "Charlie Hebdo" Tatverdächtige gesichtet

Die Polizei ist den beiden mutmaßlichen Haupttätern des "Charlie Hebdo"-Attentats auf der Spur. Sie seien schwer bewaffnet im Département Aisne mit einem Auto unterwegs.

AFP/ French Police

Paris - Die nach dem Anschlag in Paris gesuchten Tatverdächtigen, die Brüder Said und Cherif Kouachi, sind von Frankreichs Sicherheitsbehörden angeblich aufgespürt worden. Sie seien bewaffnet und mit einem grauen Clio unterwegs gewesen, hieß es von Seiten der Ermittler. Demnach halten sich die beiden im Département Aisne im Norden des Landes auf.

Ein Tankstellenbesitzer bei dem Ort Villers-Cotterêts habe die maskierten und bewaffneten Männer eindeutig erkannt, berichten mehrere französische Medien. Ein AFP-Reporter twitterte dieses Bild:

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Laut "Le Point" haben sie die Tankstelle überfallen, Benzin und Essen mitgenommen und sind jetzt unterwegs in Richtung Seine-et-Marne. "Die beiden Männer sind vermummt, mit Kalaschnikows und anscheinend mit Raketen-Werfern" ausgerüstet, hieß es. Die Tankstelle ist inzwischen geschlossen. Laut "Figaro" sind die Sonderheit Raid und die Spezialkräfte der Gendarmerie für Terrorismusbekämpfung GIGN in der Gegend unterwegs, die Beamten durchkämmen die Region zwischen den nordfranzösischen Orten Villers-Cotterêts und Crépy-en-Valois.

Die Region liegt etwa 80 Kilometer nordöstlich von Paris. Alle Einfahrten im Nordosten von Paris würden von Polizeikräften gesichert, berichten französische Medien übereinstimmend.

Das französische Innenministerium konnte jedoch auf Anfrage von "Le Monde" nicht bestätigen, dass die Verdächtigen in Crépy-en-Valois oder Villiers-Côterets sind - und auch nicht, dass sie sich in einer Wohnung verschanzt haben.

Die französischen Sicherheitskräfte fahnden seit dem Anschlag von Mittwoch unter Hochdruck nach den zwei 32 und 34 Jahre alten Hauptverdächtigen (Lesen Sie hier Hintergründe zu den beiden Männern). Bei dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" waren am Mittwoch im Stadtzentrum von Paris zwei Männer mit Kalaschnikows in die Redaktionsräume gestürmt (Lesen Sie hier, was am Mittwoch geschah). Sie töteten dort und auf ihrer Flucht zwölf Menschen.

Im Amateurvideo: Die Täter auf der Flucht

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heb/vwu/AFP/dpa



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