Rechtsextremismus Täter von Charlottesville zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein Neonazi fuhr bei den Ausschreitungen in Charlottesville in eine Menschenmenge und tötete dabei eine Frau. Ein US-Bundesgericht hat nun das Urteil gefällt - und die Tat klar als "Hassverbrechen" gewertet.
Aufmarsch von Rechtsradikalen in Charlottesville (Archivfoto)

Aufmarsch von Rechtsradikalen in Charlottesville (Archivfoto)

Foto: STEPHANIE KEITH/ REUTERS

Der Rechtsextremist, der mit seinem Auto bei einer Rassistenkundgebung in Charlottesville in eine Gruppe Gegendemonstranten gefahren war und eine Frau getötet hatte, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Bundesgericht in der Stadt sprach den 22 Jahre alten James Alex Fields wegen mehrerer Hassverbrechen schuldig, wie die "Washington Post " und andere US-Medien übereinstimmend berichten.

Bei der Demonstration von weißen Nationalisten und Neonazis in der Stadt im Bundesstaat Virginia war es am 12. August 2017 zu Ausschreitungen gekommen. Fields steuerte sein Auto in die Gegendemonstration und tötete dabei die 32-jährige Heather Heyer und verletzte 35 weitere Menschen.

Trump fabulierte über "sehr feine Menschen"

Eine Geschworenenjury hatte Fields bereits im vergangenen Jahr in einem Verfahren des Bundesstaates Virginia des Mordes für schuldig befunden und für lebenslange Haft gestimmt. Dieser Sichtweise hat sich nun das Bundesgericht im Prinzip angeschlossen.

Der Fall sorgte weltweit für Schlagzeilen, weil sich US-Präsident Donald Trump damals nicht eindeutig von den Rechtsextremen distanzierte. Trump sprach von "einigen sehr feinen Menschen auf beiden Seiten".

tin/dpa/AP
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