Chile Zwei Tote bei Studentenprotesten

Seit Jahren gehen chilenische Studenten auf die Straße, um für ein besseres Bildungssystem zu demonstrieren. Oft kommt es zu Zusammenstößen - nun sind zwei Menschen gestorben.

Proteste in Santiago de Chile: Polizei setzt Wasserwerfer ein
AP/dpa

Proteste in Santiago de Chile: Polizei setzt Wasserwerfer ein


In mehreren Städten Chiles haben Zehntausende Studenten und Lehrer für eine bessere Bildungspolitik demonstriert. Bei den Protesten kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei. Zwei Menschen starben.

In der Hauptstadt Santiago de Chile nahmen nach Polizeiangaben rund 50.000 Demonstranten an einem Marsch zum Präsidentenpalast teil. Die Veranstalter sprachen von rund 150.000 Teilnehmern. Die Situation eskalierte: Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen vermummte Demonstranten ein.

Auch in der Hafenstadt Valparaíso demonstrierten Tausende Studenten. Dabei hat ein Hausbesitzer lokalen Medienberichten zufolge zwei junge Männer im Alter von 18 und 25 Jahren erschossen - sie hatten bei dem Protestmarsch Graffiti auf die Hausmauer des mutmaßlichen Täters gesprüht.

Innenminister Jorge Burgos verurteilte die Tat. Er betonte, dass der mutmaßliche Täter nichts mit den eingesetzten Polizeikräften zu tun habe. Der britische Sender BBC meldet, dass ein 22-Jähriger verhaftet wurde.

Seit 2011 gehen Studenten in Chile immer wieder auf die Straße, um für Änderungen im chilenischen Bildungssystem zu protestieren. Viele der Märsche enden in Gewalt.

kry/dpa

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