China Geheime Basis für Atom-U-Boote entdeckt

Bedrohliche Entdeckung im südchinesischen Meer: China soll einem Bericht des "Daily Telegraph" zufolge eine riesige unterirdische U-Boot-Basis gebaut haben - ein Areal wie aus einem James-Bond-Film. Von dort könnte eine Bedrohung für andere asiatische Länder ausgehen.


London - Satelliten-Bilder zeigen eine riesige Anlage. Dem "Daily Telegraph" zufolge soll die gesamte Basis auf der Insel Hainan so groß sein, dass bis zu 20 U-Boote und mehrere Flugzeugträger dort anlegen könnten. Das Areal ähnelt dem Szenario eines James-Bond-Films.

Verdächtige Anlage: Das Satellitenbild zeigt Tunnel, Einfahrten und Anleger der chinesischen Basis
AFP/ DigitalGlobe

Verdächtige Anlage: Das Satellitenbild zeigt Tunnel, Einfahrten und Anleger der chinesischen Basis

Die renommierte britische Militärfachzeitschrift "Jane's Intelligence Review" bestätigte den Bericht. Demnach zeigen die Satellitenbilder, "dass China einen bedeutenden unterirdischen Atom-U-Boot-Stützpunkt bei Sanya auf Hainan vor seiner südlichen Küste errichtet".

"Jane's" gibt an, seine Korrespondenten hätten schon 2002 aus asiatischen Militärkreisen von dem Projekt erfahren, die Satellitenbilder lieferten aber jetzt die Beweise für den Bau. Die Fotos zeigen den Aufbau des Hafens und ein Atom-U-Boot des Typs 094. Außerdem lägen drei Zerstörer des Typs Luyang und zwei Jiangwei-2-Fregatten an einem Pier. Insgesamt soll es elf 18 Meter hohe Einfahrt-Tunnel geben, die unter der Wasseroberfläche in das Erdreich der Insel führen. Das Ausmaß der Arbeiten lasse vermuten, dass der Stützpunkt ein zentraler Knotenpunkt auch für chinesische Flugzeugträger werden solle, berichtet "Jane's" weiter.

"Dieses Bauprojekt in größter Nähe zu den südostasiatischen Wasserstraßen, die für Asiens Volkswirtschaften lebenswichtig sind, kann auch über die Region hinaus nur größte Besorgnis hervorrufen", folgert das Magazin. "Chinas Aufrüstung im Atom- und Marinebereich in Sanya unterstreicht Pekings Bestreben, die Region noch stärker zu kontrollieren", sagte "Jane's"-Redakteur Christian Le Miere.

ler/AFP



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