Südchinesisches Meer Chinesische Kampfjets fangen US-Flieger ab

Zwischenfall im südchinesischen Meer: Laut Medienberichten kam es zu zwei Konfrontationen zwischen China und den USA.

Chinesisches Kampfflugzeug (Archivfoto)
AFP

Chinesisches Kampfflugzeug (Archivfoto)


Zwei chinesische Kampfjets haben nahe Hongkong ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug abgefangen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf US-Beamte.

Demnach kamen die chinesischen Kampfflieger bis auf rund 180 Meter an das amerikanische Flugzeug heran. Letzteres befand sich nach Angaben der US-Beamten 150 Meilen südlich von Hongkong im internationalen Luftraum, als die chinesischen Jets ein unsicheres Abfangmanöver flogen. Einer der Jets sei vor dem US-Flugzeug geflogen und habe so dessen Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Zuvor war es zu einem weiteren Vorfall im südchinesischen Meer gekommen: Ein US-Kriegsschiff fuhr bis auf zwölf Meilen an eine von China aufgeschüttete künstliche Insel heran. Es handelt sich dabei um den ersten derartigen Vorfall seit Beginn der Präsidentschaft von Donald Trump.

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Während Peking solche Manöver in der Vergangenheit immer wieder als illegal bezeichnete, sehen die USA darin keinen Rechtsbruch. "Diese Operationen finden im Einklang mit internationalem Recht statt", sagte Pentagon-Sprecher Jeff Davis dem US-Sender CNN. "Wir fahren per Schiff, fliegen und operieren überall dort, wo es das internationale Recht erlaubt."

Im Gebiet der von mehreren asiatischen Ländern beanspruchten Spratlys lässt die chinesische Regierung schon seit Längerem künstliche Inseln aufschütten, um Hafenanlagen und Flugplätze zu bauen. Die USA werfen Peking vor, auf den auf Korallenriffen entstehenden Inseln vor allem militärisch nutzbare Einrichtungen wie Landepisten, Radartürme, Bunker und Geschützstellungen anzulegen.

asa/Reuters



insgesamt 45 Beiträge
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Seite 1
epiktet2000 26.05.2017
1. Die spinnen ...
Die spinnen, die Militärs. Alle Militärs.
sven2016 26.05.2017
2.
Wären vertrauliche Gespräche über eine Auflösung von Konflikten nicht sinnvoller als alberne Konfrontationen? Was ist los mit den World Leadern? Krieg wird euch nicht wirklich weiterführen. Wir rutschen in den Verhaltensweisen zurück in das 19. Jhdt. mit den Kanonenbooten (nur haben die Anderen inzwischen auch welche).
DerDifferenzierteBlick 26.05.2017
3. Gebiet gehört nicht zu China
Es sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass China ein Gebiet beansprucht und dort Militärstützpunkte und Förderplattformen baut, obwohl laut internationalem Recht ihnen dieses Gebiet gar nicht zusteht, sondern dieses Gebiet sogar um ein Vielfaches dichter an anderen Staaten liegt, als an China. Die USA halten sich in diesem Fall schlicht an internationales Recht.
Cugel 26.05.2017
4. Vertraulich ist vertraulich
Zitat von sven2016Wären vertrauliche Gespräche über eine Auflösung von Konflikten nicht sinnvoller als alberne Konfrontationen? Was ist los mit den World Leadern? Krieg wird euch nicht wirklich weiterführen. Wir rutschen in den Verhaltensweisen zurück in das 19. Jhdt. mit den Kanonenbooten (nur haben die Anderen inzwischen auch welche).
Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass solche vertraulichen Gespräche nicht stattgefunden haben?
kunibertus 26.05.2017
5. Wenn 150 Meilen
- ungefähr 240 km - als "nahe Hongkong" bezeichnet werden, komme ich doch in ein leichtes Grübeln.
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