Besuch in China Hagel besichtigt Flugzeugträger "Liaoning"

Die chinesischen Streitkräfte sind sehr zurückhaltend bei der Präsentation ihrer Waffensysteme. Doch für US-Verteidigungsminister Hagel gab es eine Ausnahme: Er war der erste hochrangige Ausländer auf dem Flugzeugträger "Liaoning".

Minister Hagel (li.) in China: Demonstration der Offenheit
AFP

Minister Hagel (li.) in China: Demonstration der Offenheit


Peking - Als Demonstration größerer Offenheit hat China dem amerikanischen Verteidigungsminister Chuck Hagel seinen ersten Flugzeugträger gezeigt. Hagel wurde in der Hafenstadt Qingdao von US-Botschafter Max Baucus und dem chinesischen Konteradmiral Guang Youfei begrüßt.

Es war eine große Ehre, die dem US-Amerikaner damit zuteil wurde, denn die Streitkräfte der Volksrepublik China sind für gewöhnlich sehr zurückhaltend bei der Präsentation ihrer Waffensysteme. Direkt nach seiner Ankunft in China besuchte Hagel den Flugzeugträger auf dem Marinestützpunkt Yuchi in Qingdao. Chinas Marine habe dem amerikanischen Wunsch nach einem Besuch stattgegeben, berichtete die US-Delegation.

Hagel war der erste Ausländer überhaupt, dem der Flugzeugträger "Liaoning" vorgeführt wurde. Es handelt sich um ein Kriegsschiff aus sowjetischer Produktion, das China gekauft und neu ausgestattet hatte. An der Besichtigung des Flugzeugträgers durften Reporter nicht teilnehmen.

Aufstrebende Seemacht

Der Flugzeugträger gilt als Symbol für Chinas Ambitionen, seine Marine auszubauen und eine Seemacht zu werden. Chinesische Medien berichteten im Januar unter Berufung auf einen Vertreter der regierenden Kommunistischen Partei, dass die Bauarbeiten für einen Flugzeugträger auf einer chinesischen Werft begonnen hätten. Insgesamt seien drei Flugzeugträger aus eigener Produktion geplant, für den Bau eines derartigen Kriegsschiffs seien sechs Jahre vorgesehen.

Hagel hält sich zu einem dreitägigen Besuch in China auf und will von Qingdao in die Hauptstadt Peking weiterreisen. Bei einem Besuch in Japan warnte er China vor einer Eskalation des Inselstreits mit Tokio. Kein Land dürfe mit "Gewalt, Zwang und Einschüchterung" die Grenzen eines anderen Landes neu definieren, sagte Hagel nach einem Treffen mit seinem japanischen Kollegen Itsunori Onodera. China liegt mit Japan seit Jahren im Streit um eine unbewohnte Inselgruppe im Südchinesischen Meer.

ler/AFP/dpa



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epiktet2000 07.04.2014
1. Von China lernen
Das hieße für die USA Bescheidenheit lernen, sich nicht in die innere Angelegenheiten fremder Staaten einzumischen und sich nur für die Inseln vor der eigenen Küste zu interessieren.
family1 08.04.2014
2. Nichts fuer die Medien "thumbs up"
Zitat von sysopAFPDie chinesischen Streitkräfte sind sehr zurückhaltend bei der Präsentation ihrer Waffensyteme. Doch für US-Verteidigungsminister Hagel gab es eine Ausnahme: Er war der erste hochrangige Ausländer auf dem Flugzeugträger "Liaoning". http://www.spiegel.de/politik/ausland/china-laesst-hagel-auf-flugzeugtraeger-liaoning-a-963050.html
Das nenn ich Weisheit. Man laesst General Hagel (USA) eine aus russischer Produktion , mit chinescher Hand umgebauten Flugzeugtraeger inspizieren (in Begleitung) und Reporter haben nix verloren da ! BRAVO !
galahad610 08.04.2014
3. waren sie heute nacht voll?
Zitat von family1Das nenn ich Weisheit. Man laesst General Hagel (USA) eine aus russischer Produktion , mit chinescher Hand umgebauten Flugzeugtraeger inspizieren (in Begleitung) und Reporter haben nix verloren da ! BRAVO !
1)hagel ist Verteidigungsminister 2)er war nie General,er schied als Sergeant(!) aus der armee aus 3)er war allerdings erfolgreicher Unternehmer 4)das keine Journalisten dabei waren liegt wenn dann am Gastgeber(China),nicht am gast....oh mann...
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