Chinesische Unruheprovinz Xinjiang Viele Tote bei Uiguren-Angriff

Bei einem mutmaßlichen Angriff von Uiguren auf Polizisten sind in der chinesischen Region Xinjiang offenbar mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Die Angreifer sollen an einer Verkehrskontrolle Sprengsätze gezündet haben.


In der chinesischen Unruheregion Xinxiang sollen Angehörige der Uiguren-Minderheit Verkehrspolizisten angegriffen haben. Laut einem Medienbericht kamen dabei mindestens 18 Menschen ums Leben - womöglich sogar 28. Wie der US-Sender Radio Free Asia (RFA) am Mittwoch meldete, hatten die mit Messern und Sprengsätzen bewaffneten Uiguren bereits am Montag Polizisten in der Stadt Kashgar überfallen.

Bei den meisten der Getöteten handele es sich um Uiguren, zitierte RFA einen Polizisten. Nach anderen Informationen des Senders könnten bis zu 28 Menschen ums Leben gekommen sein. Chinesische Staatsmedien hatten nicht über den Vorfall berichtet.

In der ölreichen nordwestchinesischen Region kommt es immer wieder zu blutigen Zwischenfällen zwischen der uigurischen Minderheit und Han-Chinesen. Das muslimische Turkvolk fühlt sich wirtschaftlich, politisch und kulturell unterdrückt. Umgekehrt wirft Chinas Regierung uigurischen Gruppen Separatismus und Terrorismus vor. Die Region ist für ausländische Medien größtenteils nicht zugänglich.

ler/dpa/Reuters



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