Chronik Der Fall Litwinenko

Der mysteriöse Tod des Alexander Litwinenko: Wer vergiftete den Kreml-Kritiker? Eine Chronik der Affäre.


1. November: Litwinenko trifft in einem Londoner Hotel mit dem ehemaligen KGB-Spion Andrej Lugowoi und zwei weiteren ihm unbekannten Männern zusammen. Danach trifft er in einem Sushi-Restaurant den italienischen Sicherheitsexperten Mario Scaramella, um diesen zur Ermordung der kritischen Journalisten Anna Politkowskaja in Moskau zu befragen. Später wird ihm schlecht.

3. November: Litwinenko wird in das Barnet General Hospital in London gebracht.

11. November: Litwinenko teilt dem Radiosender BBC mit, dass er vergiftet worden sei und sich in sehr schlechter Verfassung befinde.

17. November: Litwinenko wird ins University College Hospital verlegt und unter bewaffneten Schutz gestellt.

20. November: Litwinenko wird auf die Intensivstation verlegt. Die Polizei nimmt Ermittlungen auf. Ein Kreml-Sprecher dementiert, dass die russische Regierung in die Vergiftung verwickelt sei.

22. November: Die Klinik teilt mit, dass sich Litwinenkos Zustand erheblich verschlechtert hat.

23. November: Litwinenko stirbt um 21.21 Uhr (22.21 Uhr MEZ).

24. November: Eine von Litwinenko auf dem Sterbebett diktierte Erklärung wird veröffentlicht. Darin macht er den russischen Präsidenten Wladimir Putin für seinen Tod verantwortlich. Der Kreml weist die Vorwürfe zurück. Die britische Gesundheitsbehörde HPA teilt mit, dass in Litwinenkos Urin die radioaktive Substanz Polonium-210 gefunden wurde. Radioaktive Spuren werden auch in Litwinenkos Haus im Norden von London, in dem am 1.11. besuchten Sushi-Restaurant und in dem zuvor aufgesuchten Hotel gefunden.

27. November: Die britische Regierung leitet eine offizielle Untersuchung zum Tod Litwinenkos ein.

29. November: Die Gesundheitsbehörde HPA kündigt Untersuchungen der Krankenschwestern, Pfleger und Ärzte an, die Litwinenko behandelt haben. Die Behörden finden Spuren einer radioaktiven Substanz an Bord von Flugzeugen der British Airways.

30. November: In weiteren Maschinen werden radioaktive Spuren gefunden.

als/AP



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.